Miss Germany 2024: Warum zwei Finalistinnen mit Kopftuch die Debatte über Identität entfachen
"Wir atmen auch durch die Nase" - "Miss Germany" mit Kopftuch - Miss Germany 2024: Warum zwei Finalistinnen mit Kopftuch die Debatte über Identität entfachen
Deutschland krönt an diesem Wochenende seine neue Miss Germany – nach einem Wettbewerb, der für Debatten sorgt. Unter den neun Finalistinnen tragen zwei Frauen ein Kopftuch: Büşra Sayed und Amina Ben Bouzid. Beide sahen sich mit Kritik konfrontiert, sie seien "nicht deutsch genug". Die Veranstalter jedoch setzen auf mehr als klassische Schönheitsideale – sie suchen künftige DAX-Vorständinnen und erfolgreiche Gründerinnen. Sowohl Sayed als auch Ben Bouzid haben offen über Rassismus und Sexismus gesprochen, denen sie seit ihrer Nominierung als Finalistinnen ausgesetzt sind. Ihre Teilnahme lenkt zudem den Blick auf den Wandel des Wettbewerbs: Sechs der neun Kandidatinnen verfügen über akademische Abschlüsse oder Führungspositionen. Sayed, Gründerin eines Modelabels, tritt in der Kategorie "Female Founder" an. Ben Bouzid, die Frauen geführte Marken fördert, konkurriert als "Female Leader". Beide beschreiben die Gegenreaktionen als massiv – Sayed betont, dass rund 90 Prozent der rassistischen und sexistischen Kommentare von Männern stammen. Die Kritik zielt vor allem auf ihr Äußeres ab; einige stellen infrage, ob sie dem Bild einer "Deutschen" entsprechen. Sayed konterte mit Humor und fragte, ob Deutschsein mit einer bestimmten Frisur zusammenhänge. Zudem verwies sie darauf, dass sie und Ben Bouzid – wie viele Deutsche – regelmäßig lüften: ein augenzwinkernder Verweis auf kulturelle Gewohnheiten. Ben Bouzid sieht ihre Rolle als Chance, Mädchen, die sich mit ihr identifizieren, den Weg zu ebnen. Sie betrachtet die Gelegenheit als Privileg, nicht als Last, und unterstreicht: "Wir sind Deutsch." Ihre Teilnahme wirft grundsätzliche Fragen zu Identität und Repräsentation im heutigen Deutschland auf. Auffällig ist auch das Profil der Finalistinnen: Sechs von ihnen glänzen mit beruflichen Erfolgen. Amelie Reigl arbeitet als Biologin, Aileen Tina Hufschmidt ist Pressesprecherin der Bundeswehr. Stephie Braun ist Fotografin, Anne Bäumler leitet bei dm ein Team von über 800 Mitarbeitenden, und Paula Daub verantwortet den Vertrieb eines Beauty-Tech-Start-ups. Der Wettbewerb feiert zunehmend Ehrgeiz und Führungskompetenz – jenseits klassischer Erwartungen. Das Finale der Miss Germany findet an diesem Wochenende statt. Neun Frauen kämpfen um den Titel. Die Veranstaltung rückt die Vielfalt der diesjährigen Kandidatinnen in den Fokus, von denen viele über hohe Qualifikationen oder Führungspositionen verfügen. Gleichzeitig zeigt die Teilnahme von Sayed und Ben Bouzid, wie sehr Rassismus und Sexismus auch in einem modernen, sich wandelnden Wettbewerb noch präsent sind.
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