Europas zersplitterte Rüstungsindustrie kostet Milliarden – ohne militärische Wirkung
Europas zersplitterte Rüstungsindustrie kostet Milliarden – ohne militärische Wirkung
Europas zersplitterte Rüstungsindustrie steht in der Kritik – Ineffizienz treibt Kosten in die Höhe und bremst die militärische Schlagkraft
Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, hat nun die Bundesminister aufgefordert, sich stärker für eine engere Zusammenarbeit der europäischen Staaten einzusetzen. Der Appell kommt angesichts der Befürchtung, dass die Verteidigungsausgaben des Kontinents im Vergleich zu denen der USA oder Chinas deutlich weniger militärische Fähigkeiten hervorbringen.
Das Ausmaß der Ineffizienz in Europa ist frappierend: Während die USA nur ein Hauptkampfpanzer-Modell einsetzen, unterhält Europa 14 verschiedene Systeme. Auch bei der U-Boot-Produktion zeigt sich das Problem – mit 16 Klassen in Europa gegenüber nur vier in den USA. Selbst bei Torpedos wird der Unterschied deutlich: Europa setzt 24 verschiedene Typen ein, die USA lediglich drei.
Trotz eines Verteidigungsetats von geschätzten 550 Milliarden US-Dollar für 2025 – fast 60 Prozent des US-Budgets – kann Europa militärisch nicht mithalten. Zwar gibt der Kontinent 150 Milliarden mehr aus als China, doch die operationelle Kapazität bleibt weit dahinter zurück. Aktuelle Bemühungen, die Produktion zu steigern – etwa die Verdopplung der Auslieferung des Flugabwehrsystems Iris TLM von drei auf sechs Feuereinheiten –, haben die Kluft kaum verringert.
Nordrhein-Westfalen positioniert sich nun als Teil der Lösung. Das Land will bis 2029 zum führenden Rüstungsstandort Deutschlands werden und stützt sich dabei auf 2,5 Millionen Euro Landesförderung. Neubaur richtet ihren Aufruf an Verteidigungsminister Boris Pistorius und Wirtschaftsministerin Katharina Reiche, um das langjährige Problem der zersplitterten Rüstungsproduktion anzugehen. Seit Russlands Angriff auf die Ukraine 2022 sind jedoch keine großen gemeinsamen Projekte oder Standardisierungsinitiativen unter den europäischen NATO-Mitgliedern zustande gekommen.
Der Druck auf eine stärkere Verteidigungskooperation wächst, während Europas unkoordiniertes Vorgehen weiterhin Ressourcen verschwendet, ohne die gewünschten Ergebnisse zu liefern. Mit Nordrhein-Westfalens Investitionen in einen eigenen Industrie-Hub liegt es nun an der Bundespolitik, Dopplungen abzubauen und die Produktion effizienter zu gestalten. Ohne abgestimmte Maßnahmen wird sich die Lücke zwischen Ausgaben und militärischer Leistungsfähigkeit weiter verfestigen.
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