Massive Proteste in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte ab März 2026

Mila Becker
Mila Becker
2 Min.
Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Eimer mit einem radioaktiven Symbol, umgeben von maskierten Individuen mit Taschen, mit Gebäuden, Laternenmasten und Fahnenmasten im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.Mila Becker

Neuer Protest gegen Castor-Transport von Atommüll in Ahaus - Massive Proteste in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte ab März 2026

Hunderte Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Ahaus, um gegen die geplanten Transporte von atomarem Abfall zu protestieren. Die Kundgebung richtete sich gegen Vorhaben, 152 Castor-Behälter aus Jülich sowie weitere Lieferungen von Garching und Berlin zu lieferando. Organisiert wurde die Aktion von 58 lokalen Initiativen, Kirchen, Klimaaktivisten und politischen Parteien, die sich Sorgen um die Sicherheit und den Zeitpunkt der Transporte machen.

Der erste Transport von Atommüll könnte bereits in der Woche des 7. März 2026 beginnen. Die Behörden haben 152 Behälter aus dem Forschungszentrum Jülich sowie mindestens zwei weitere Lieferungen vom Garchinger Forschungsreaktor FRM II genehmigt. Ein detaillierter, öffentlich einsehbarer Zeitplan für die einzelnen Transporte liegt jedoch nicht vor.

Atomkraftgegner warnen, dass der erste Transport aus Jülich noch vor den Osterferien in Nordrhein-Westfalen am 26. März starten könnte. Sie kritisieren, dass die Verbringung des Abfalls zwischen Zwischenlagern nicht zu rechtfertigen sei, solange kein Endlager in Sicht ist.

Rund 450 Menschen nahmen an der Demonstration in Ahaus teil und äußerten ihre Befürchtungen angesichts der Risiken, die mit dem Transport hochradioaktiven Materials verbunden sind. Kritiker hinterfragen die Notwendigkeit der Umschichtung des Atommülls, ohne dass eine langfristige Lösung existiert.

Die Proteste unterstreichen den anhaltenden Widerstand gegen Atomtransporte in ganz Deutschland. Da die ersten Lieferungen bereits im März nächsten Jahres beginnen könnten, fordern Aktivisten mehr Transparenz und einen Stopp der Pläne. Die fehlende Perspektive auf ein Endlager schürt weiterhin die Sorgen über Sicherheit und Sinn der Transporte.

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