Nubbel brennt: Kölner Karneval endet mit jahrhundertealtem Ritual und leitet Fastenzeit ein

Mila Becker
Mila Becker
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Eine Gruppe von Menschen geht eine Straße entlang neben einem mit Blumen und Pflanzen geschmückten Karnevalswagen mit kostümierten Personen, mit Gebäuden, Bäumen, Strommasten und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.Mila Becker

Nubbel-Verbrennung markiert Ende des Straßenkarnevals in Köln - Nubbel brennt: Kölner Karneval endet mit jahrhundertealtem Ritual und leitet Fastenzeit ein

Kölner Karneval endet offiziell mit traditioneller Nubbel-Verbrennung

Am Dienstagabend ging die Kölner Karnevalssaison mit der traditionellen Verbrennung des Nubbel offiziell zu Ende. Das in vielen Stadtteilen abgehaltene Ritual leitet mit der symbolischen Vernichtung der Ausschweifungen der "fünften Jahreszeit" die Fastenzeit ein. Ähnliche Zeremonien fanden auch in den Nachbarstädten Düsseldorf und Mainz statt, wo ebenfalls Strohfiguren in Flammen aufgingen.

Die Nubbel-Verbrennung blickt im Rheinland auf eine Tradition bis ins 19. Jahrhundert zurück. Während des Karnevals wird die aus Stroh gefertigte Figur – der Nubbel – über Kneipentüren gehängt, um die Sünden und Streiche der Narrenzeit zu verkörpern. Am Aschermittwoch wird sie dann verbrannt, um für die Ausschweifungen zu süchnen und die Rückkehr zum Alltag einzuläuten.

In Köln versammelten sich Scharen von Zuschauern auf lokalen Plätzen, um das Flammenspektakel zu verfolgen. Seit Jahrzehnten ist die Verbrennung ein fester Bestandteil des Karnevalsausklangs und verbindet auf charakteristische Weise Humor mit Brauchtum.

Andere Städte pflegen eigene Varianten des Rituals: Düsseldorf verbrennt seinen "Hoppeditz", einen Strohclown, der den Karnevalsgeist symbolisiert und der – der Legende nach – jedes Jahr am 11. November "wiederaufersteht". Auch Mainz hält an der Tradition der Verbrennungszeremonien fest und unterstreicht damit die gemeinsame kulturelle Praxis in der Region.

Mit der Zerstörung des Nubbel endet in Köln der Karneval, und die besinnliche Fastenzeit beginnt. Das Ritual bleibt ein zentraler Bestandteil des rheinischen Brauchtums, wobei jede Stadt die Sitte auf ihre Weise auslegt. Die diesjährigen Verbrennungen folgten wie gewohnt dem bewährten Ablauf und bewahrten so die jahrhundertealte Verbindung zwischen Festfreude und innere Einkehr.

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