Wüst in der Kritik: War das Influencer-Treffen nur eine inszenierte PR-Aktion?
SPD kritisiert inszeniertes Wüst-Fotoshooting auf Instagram - Wüst in der Kritik: War das Influencer-Treffen nur eine inszenierte PR-Aktion?
Ein scheinbar lässiger Fotoshooting mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat für Kritik gesorgt. Die Begegnung, die ein Influencer auf Instagram teilte, verbreitete sich rasant und erhielt über 100.000 Likes. Gegner werfen Wüst nun vor, die Situation für politischen Profit zu inszenieren.
Die Kontroverse begann, nachdem ein Video auftauchte, das Wüst mit dem Influencer "Fabiano" zeigt. Der Clip vermittelte den Eindruck eines spontanen Treffens, wobei viele Zuschauer die lockere Art des Ministerpräsidenten lobten. Später gaben Regierungsquellen jedoch bekannt, dass das Zusammentreffen im Rahmen einer Reihe geplanter Social-Media-Auftritte vorbereitet worden war.
Frederik Cordes, Generalsekretär der SPD in Nordrhein-Westfalen, verurteilte die Aktion als "inszenierte PR-Show". Die SPD warf Wüst vor, die Öffentlichkeit getäuscht zu haben, indem er die Begegnung als zufällig darstellte. Ein Sprecher der Staatskanzlei entgegnete darauf, dass für den Fotoshooting keine Zahlung geleistet worden sei.
Der beteiligte Influencer Fabiano verteidigte Wüst in öffentlichen Stellungnahmen. Er beschrieb den Ministerpräsidenten als "authentisch, spontan und nahbar" und betonte, dass sich die Begegnung trotz der Vorabplanung natürlich angefühlt habe.
Das Video wird nach wie vor häufig aufgerufen, und viele Nutzer loben weiterhin Wüsts zugängliche Art. Doch die Enthüllung, dass es sich um eine inszenierte Aktion handelte, hat scharfe politische Kritik ausgelöst. Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Authentizität politischer Kommunikation in sozialen Medien auf.
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