Teilzeitarbeit in Deutschland: Nettoverlust geringer – doch die Rente zahlt den Preis
Teilzeitarbeit in Deutschland: Nettoverlust geringer – doch die Rente zahlt den Preis
Neue Analyse zeigt: Teilzeitarbeit in Deutschland mindert Nettoeinkommen weniger als erwartet – doch die Rente leidet langfristig
Eine aktuelle Untersuchung beleuchtet, wie sich Teilzeitarbeit in Deutschland auf das Nettoeinkommen und die spätere Rentenhöhe auswirkt. Arbeitnehmer:innen, die ihre Stunden reduzieren, verzeichnen demnach geringere unmittelbare Einkommenseinbußen als angenommen – bedingt durch Steuerprogression und Sozialabgabenregeln. Langfristig können die Folgen für die Altersvorsorge jedoch beträchtlich sein.
Die Studie vergleicht die Szenarien von Vollzeit-, Teilzeit- und Midijob-Beschäftigung am Beispiel einer 40-jährigen Fachkraft in Nordrhein-Westfalen. Sie zeigt, wie sich Verdienst und spätere Rentenansprüche mit sinkender Stundenzahl verändern.
Ein:e Vollzeitbeschäftigte:r in Nordrhein-Westfalen mit einem Bruttogehalt von 3.500 Euro monatlich (40 Stunden) behält nach Steuern und Sozialabgaben netto 2.315 Euro. Wechselt dieselbe Person in Teilzeit (30 Stunden), sinkt das Bruttoeinkommen auf 2.625 Euro, das Netto auf 1.835,17 Euro – ein Minus von rund 20,7 Prozent. Bei einem Midijob (20 Stunden) mit 1.750 Euro Brutto verbleiben netto 1.352,58 Euro, was einem Rückgang von 41,6 Prozent gegenüber der Vollzeitstelle entspricht.
Dank des progressiven Steuersystems und geringerer Sozialabgaben in Teilzeit fällt das Nettoeinkommen weniger stark als das Brutto. Doch weniger Arbeitsstunden bedeuten auch geringeres Einkommen für die Berechnung der Rentenpunkte. Der durchschnittliche monatliche Bruttolohn, der 2024 in Westdeutschland der Rentenberechnung zugrunde liegt, beträgt 3.728 Euro bzw. 44.736 Euro jährlich. Bis 2026 soll dieser vorläufige Durchschnitt auf 51.944 Euro pro Jahr steigen – ein Rentenpunkt entspricht dann den Ansprüchen aus einem Jahreseinkommen in dieser Höhe.
Langfristig führen reduzierte Arbeitszeiten zu weniger angesammelten Rentenpunkten und damit zu niedrigeren Altersbezügen. Um dies auszugleichen, empfehlen Expert:innen private Vorsorgeverträge, betriebliche Altersvorsorge, freiwillige Nachzahlungen in die gesetzliche Rente oder finanzielle Anpassungen innerhalb von Partnerschaften. Solche Strategien sollen die Lücken schließen, die durch geringere Beiträge während der Teilzeit entstehen.
Zwar mindert Teilzeitarbeit das Nettoeinkommen weniger stark als das Brutto, doch die langfristigen Auswirkungen auf die Rente können erheblichem sein. Wer seine Stunden reduziert, sammelt unter Umständen weniger Rentenpunkte an – mit Folgen für das spätere Einkommen im Ruhestand. Abfederungsmöglichkeiten wie private Rücklagen oder freiwillige Zusatzbeiträge können helfen, diese finanziellen Nachteile über die Jahre hin auszugleichen.
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