Wüst fordert schärfere Asylregeln und Kürzungen bei Sozialleistungen für abgelehnte Bewerber
Wüst fordert schärfere Asylregeln und Kürzungen bei Sozialleistungen für abgelehnte Bewerber
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst treibt weitreichende Reformen des deutschen Asylsystems voran. Er fordert eine Kürzung der Sozialleistungen für Asylbewerber, um sie an das Niveau anderer EU-Länder anzupassen. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund von Kritik an hohen Sozialzahlungen und Verzögerungen bei der Abschiebung abgelehnter Antragsteller.
Wüsts Vorschläge kommen nach Berichten über einen abgelehnten Asylbewerber aus Bosnien, der trotz einer Ablehnung aus dem Jahr 2003 weiterhin in Deutschland lebt. Der Mann, der mehrfach wegen Straftaten verurteilt wurde, lebt mit acht Kindern im Land. Dieser Fall hat die Debatte über Sozialleistungen und die Durchsetzung von Abschieberegeln weiter angeheizt.
Der CDU-Vorsitzende argumentiert, dass abgelehnte oder straffällige Asylbewerber unverzüglich in ihre Herkunftsländer zurückgeführt werden müssten. Zudem schlägt er die Einführung eines bereits in Nordrhein-Westfalen erprobten Guthabenkartensystems vor, um Bargeldzahlungen zu reduzieren und Missbrauch von Leistungen zu verhindern.
Laut Daten des Ausländerzentralregisters mussten bis Ende 2025 rund 232.067 Menschen Deutschland verlassen. Fast 60 Prozent von ihnen waren abgelehnte Asylbewerber. Wüst betonte, dass die Reformen denen helfen solle, die wirklich Schutz benötigten, während gleichzeitig die Kontrollen gegen Missbrauch verschärft würden.
Zu Wüsts Plan gehört die Angleichung der deutschen Sozialleistungen an EU-Standards sowie die Beschleunigung von Abschiebungen. Das Guthabenkartensystem zielt darauf ab, Betrug zu verringern und die Verteilung von Sozialleistungen effizienter zu gestalten. Nun soll geprüft werden, wie diese Änderungen bundesweit umgesetzt werden könnten.
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