Hazel Brugger will Deutschlands Eurovision-Fluch mit Humor brechen
Hazel Brugger: Deutschland ist gut darin, pessimistisch über den ESC zu sein - Hazel Brugger will Deutschlands Eurovision-Fluch mit Humor brechen
Deutschlands Eurovision-Ärgernis hält an: Nach Jahren schwacher Ergebnisse landet das Land oft auf den hinteren Plätzen oder scheitert sogar in der Qualifikation. Während Länder wie Schweden, Finnland und die Ukraine den Wettbewerb dominieren, konnten deutsche Beiträge nur selten überzeugen. Nun soll die Schweizer Komikerin Hazel Brugger die nationale Vorentscheidung moderieren – in der Hoffnung, das Blatt für Deutschland zu wenden.
Brugger übernimmt die Rolle, nachdem sie bereits das Eurovision-Finale in Basel präsentiert hatte – eine Ironie des Schicksals, wie sie selbst scherzt. Gemeinsam mit Barbara Schöneberger wird sie am Samstag die deutsche Vorentscheidung leiten und dabei für eine lockerere Atmosphäre sorgen. Der Sieger oder die Siegerin wird Deutschland am 16. Mai in Wien vertreten.
Die jüngste Eurovision-Geschichte Deutschlands ist ernüchternd: Nur Michael Schulte erreichte 2018 mit seinem Beitrag ein respektables Ergebnis. Brugger kritisiert, dass der deutsche Ansatz oft zu verkrampft sei – Erfolg lasse sich nicht erzwingen. Stattdessen verweist sie auf Lena Meyer-Landrut, deren entspannte Selbstsicherheit 2010 zum Sieg führte. Ein Vorbild für künftige Teilnehmer.
Außerdem bemerkt Brugger eine grundsätzliche Skepsis in der deutschen Eurovision-Haltung. Während Länder wie Finnland, Kroatien oder Italien regelmäßig in den Top 5 landen, hinken die deutschen Auftritte hinterher. Vielleicht könnte ein optimistischerer Ansatz die Wende bringen.
Die deutsche Vorentscheidung wird zeigen, wer im nächsten Monat in Wien an den Start geht. Bruggers Moderation soll die Mentalität des Landes verändern – weg von Überplanung und Selbstzweifeln. Ob sich das in besseren Ergebnissen niederschlägt, bleibt abzuwarten.
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