Gefälschte DB-Plakate für kostenlosen Nahverkehr sorgen bundesweit für Aufsehen
Gefälschte DB-Plakate für kostenlosen Nahverkehr sorgen bundesweit für Aufsehen
Gefälschte Plakate, die kostenlose Zug- und Busfahrten bewerben, sind an über 20 Bahnhöfen in ganz Deutschland aufgetaucht. Die Aktivistengruppe Widerstands-Kollektiv hat sich zu der Aktion bekannt, bei der das offizielle Design der Deutschen Bahn nachgeahmt wurde. Ziel ist es, eine bundesweite Debatte über die Abschaffung von Fahrpreisen im öffentlichen Nahverkehr anzustoßen.
Die Plakate, die in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Sachsen platziert wurden, werben für ein sogenanntes Null-Euro-Ticket. Sie wurden in Vitrinen angebracht, die die Gruppe nach eigenen Angaben ohne Beschädigung geöffnet hat. Im Rahmen der Kampagne wurde zudem die Website bahn-kostenlos.info gestartet, um die Forderung nach kostenlosem Nahverkehr zu verbreiten.
Die Deutsche Bahn bezeichnete die Plakate umgehend als Fälschungen und kündigte an, rechtliche Schritte zu prüfen. Das Werbeunternehmen Ströer bestätigte, dass die nicht autorisierten Materialien entfernt wurden. Nach deutschem Recht kann Adbusting – also das Austauschen oder Verändern von Werbung für politische Botschaften – unter Umständen strafrechtlich verfolgt werden.
Das Widerstands-Kollektiv argumentiert, dass die öffentlichen Gelder, die derzeit in Dienstwagenprivilegien fließen, stattdessen für einen kostenlosen Nahverkehr verwendet werden sollten. Die Gruppe bestreitet, gegen Gesetze verstoßen zu haben, und betont, dass ihre Aktion eine kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Verkehrspolitik anregen solle.
Die Aktion hat die Forderung nach gebührenfreien Bussen und Bahnen in den Fokus gerückt. Die rechtliche Reaktion der Deutschen Bahn und die Entfernung der Plakate sind die ersten konkreten Folgen. Damit rückt die Debatte über die Finanzierung und Zugänglichkeit des öffentlichen Verkehrs erneut in den Mittelpunkt.
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