27 April 2026, 20:17

Umfrage zeigt tiefe Spaltung bei Gerechtigkeit und Sozialleistungen für Migranten

Ein detailliertes historisches Plakat der ersten Grafschaft Tirol-Karte, das geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt und von begleitendem Text über die Region und ihre Bewohner.

Umfrage zeigt tiefe Spaltung bei Gerechtigkeit und Sozialleistungen für Migranten

Eine neue Umfrage offenbart tiefe Gräben in Deutschland bei den Themen Vermögensverteilung, Renten und Sozialleistungen für Migranten. Die Ergebnisse zeigen eine weit verbreitete Sorge um Gerechtigkeit bei der Einkommensverteilung sowie eine starke Unterstützung für strengere Regeln bei Sozialhilfe für Neuankömmlinge. Gleichzeitig befürwortet die Mehrheit der Deutschen Rentendreformen für Beamte, Selbstständige und Politiker.

Laut der Umfrage halten 81 Prozent der Deutschen die Vermögensverteilung im Land für ungerecht. Zugleich sind 66 Prozent der Meinung, dass Migranten Sozialleistungen erst nach einer längeren Arbeitszeit in Deutschland erhalten sollten. Die Zustimmung zu dieser Forderung fällt je nach politischer Ausrichtung sehr unterschiedlich aus: 91 Prozent der AfD-Anhänger unterstützen sie, gefolgt von 79 Prozent der CDU/CSU-Wähler und 63 Prozent der SPD-Sympathisanten. Die größte Ablehnung kommt von Wählern der Linken – 55 Prozent lehnen die Idee ab.

Auch regionale Unterschiede sind deutlich erkennbar. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen befürworten 76 Prozent der Befragten strengere Regeln für Migranten bei Sozialleistungen. Zur wirtschaftlichen Gerechtigkeit meinen 42 Prozent der Deutschen, dass höhere Leistungen auch zu höherem Einkommen führen sollten, während 63 Prozent die Vorstellung ablehnen, dass die Menschen mehr arbeiten müssten, um den Wohlstand des Landes zu sichern.

Die Umfrage zeigt zudem einen breiten Konsens bei der Rentendreform: Eine bemerkenswerte Mehrheit von 86 Prozent der Deutschen spricht sich dafür aus, dass Beamte, Selbstständige und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden sollten.

Die Ergebnisse zeichnen das Bild einer in Fragen der wirtschaftlichen Gerechtigkeit gespaltenen Nation, die sich bei der Rentenreform jedoch weitgehend einig ist. Strengere Regeln für Migranten bei Sozialleistungen finden mehrheitlich Zustimmung, stoßen aber bei linksgerichteten Wählern auf deutlichen Widerstand. Gleichzeitig erfährt die Forderung, die Rentenbeitragspflicht auf den öffentlichen Dienst und Politiker auszuweiten, über das gesamte politische Spektrum hinweg überwältigende Unterstützung.

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