Stefan Zimkeit diskutiert mit Schülern über Bildungschancen und Schulinfrastruktur in NRW
Mila BeckerStefan Zimkeit diskutiert mit Schülern über Bildungschancen und Schulinfrastruktur in NRW
Stefan Zimkeit, Vertreter aus Sterkrade, traf kürzlich im Rahmen eines Besuchs im Landtag auf Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der Gesamtschule Weierheide. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Bildungspolitik, Schulförderung sowie die Herausforderungen, vor denen Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen (NRW) stehen. Zimkeit, der selbst die benachbarte Gesamtschule Osterfeld besucht hatte, nutzte das Treffen, um aktuelle Debatten über Schulinfrastruktur und Chancengleichheit anzusprechen.
Während der Diskussion kritisierte er die Tendenz, Schülerinnen und Schüler allein nach der besuchten Schulform zu bewerten. Intelligenz hänge nicht von der Schulwahl ab, sondern von den Startbedingungen und dem familiären Hintergrund, argumentierte er. Zudem ging er auf die jüngsten Verbesserungen an der Schule ein, die in den vergangenen fünf Jahren durch Landes- und Stadtmittel finanziert wurden.
Zimkeit lehnte zu Beginn des Gesprächs Klischees über Gesamtschulen ab. Er betonte, dass Schüler nicht in "Schubladen" gesteckt werden dürften, nur weil sie eine bestimmte Schule besuchten. Stattdessen verwies er darauf, wie häufig der Wohlstand der Eltern und frühe Förderung die Bildungswege prägen.
Das Treffen fand vor dem Hintergrund aktueller Modernisierungsmaßnahmen an der Gesamtschule Weierheide statt. Zwischen 2021 und 2026 erhielt die Schule rund fünf Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm des Landes NRW sowie aus städtischen Mitteln. Das Geld floss in eine neue Sporthalle, die 2023 fertiggestellt wurde, sowie in die Sanierung des Hauptgebäudes, darunter energetische Modernisierungen und eine bessere Barrierefreiheit. Zudem wurden digitale Klassenzimmer, neue Fachräume und eine verbesserte IT-Infrastruktur eingeführt, um Platzmangel zu verringern und das Lernen zu fördern.
Da Zimkeit in der Nähe der Schule wohnt, kennt er die räumlichen Engpässe aus eigener Anschauung. Er forderte das Land auf, größere finanzielle Verantwortung für die Schulinfrastruktur zu übernehmen, anstatt die Kosten auf Städte wie Oberhausen abzuwälzen. Zwar lobte er die Bundesregierung für die Bereitstellung umfangreicher Investitionsmittel, hofft jedoch, dass mehr davon in lokale Bau- und Sanierungsprojekte fließt.
Auf die Frage nach politischer Zusammenarbeit machte Zimkeit deutlich, dass er mit allen demokratischen Parteien zusammenarbeite. Kontakte zur AfD schloss er jedoch kategorisch aus und bezeichnete sie als rechtsextreme Partei. Sein Fokus liege darauf, eine faire Finanzierung und bessere Ausstattung für Schulen in ganz NRW zu sichern.
Der Besuch im Landtag bot den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, sich direkt mit einem lokalen Vertreter über Bildungspolitik auszutauschen. Zimkeits Aussagen unterstrichen die Notwendigkeit kontinuierlicher Investitionen in die Schulinfrastruktur – insbesondere in Regionen mit räumlichen und finanziellen Herausforderungen.
Angesichts der jüngsten Aufwertungen an der Gesamtschule Weierheide, die die Wirkung gezielter Fördermittel zeigen, zielen seine Forderungen nach anhaltender Landesunterstützung darauf ab, dass alle Schülerinnen und Schüler Zugang zu modernen, gut ausgestatteten Lernumgebungen erhalten. Die Debatte über Schulfinanzierung und Chancengerechtigkeit wird voraussichtlich ein zentrales Thema der Bildungspolitik in NRW bleiben.






