Mönchengladbachs Energieausgaben explodieren – trotz stabilen Verbrauchs in 2024
Marie SimonMönchengladbachs Energieausgaben explodieren – trotz stabilen Verbrauchs in 2024
Energieverbrauch in Mönchengladbacher städtischen Gebäuden blieb 2024 stabil – doch die Kosten explodierten
Die städtischen Gebäude in Mönchengladbach verzeichneten 2024 kaum Veränderungen beim Energieverbrauch, doch die Ausgaben stiegen stark an. Die Stadt gab 10,7 Millionen Euro für Strom, Gas und Heizöl aus – ein Anstieg von 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Schulen waren mit Abstand die größten Verbraucher: Sie machten fast die Hälfte des gesamten Strombedarfs und über 60 Prozent des Erdgasverbrauchs in öffentlichen Liegenschaften aus.
Der Stromverbrauch in den kommunalen Gebäuden blieb mit 13,32 Millionen Kilowattstunden nahezu unverändert. Auch der Erdgasbedarf hielt sich bei 50,4 Millionen Kilowattstunden stabil, während der Heizölverbrauch nach vorherigen Schwankungen wieder auf das übliche Niveau von 6 Millionen Kilowattstunden zurückkehrte. Zusammen verursachten diese Energieträger einen CO₂-Ausstoß von 16.643 Tonnen CO₂-Äquivalenten.
Die Stadt hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Effizienz zu steigern. Eine kürzliche Modernisierung der Straßenbeleuchtung kostete rund 850.000 Euro, wobei die Hälfte der Summe durch einen Bundeszuschuss gedeckt wurde. Hinter den Kulissen hat der kommunale Versorger gmmg sein Team und die Systeme ausgebaut, um Energieüberwachung und Gebäudeautomation zu verbessern.
Für die Jahre 2026 bis 2028 sind weitere Projekte geplant: Dazu gehören die Modernisierung von Heizungsanlagen und die Installation von Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden. Veraltete Stromzähler sollen durch digitale Modelle ersetzt werden, während Wasser- und Wärmezähler in eine zentrale Datenplattform eingebunden werden, um den Verbrauch genauer zu erfassen.
Trotz eines stabilen Energieverbrauchs stiegen die Ausgaben der Stadt 2024 deutlich. Die geplanten Modernisierungen sollen langfristig Kosten und Emissionen senken. Schulen als größte Energieverbraucher werden voraussichtlich auch künftig im Fokus der Effizienzbemühungen stehen.






