28 June 2026, 06:18

Kplus Group beantragt Schutzschirmverfahren zur Abwendung der Insolvenz

St. Lukas Clinic: Statement by Kplus Group on the applied protective shield procedure

Kplus Group beantragt Schutzschirmverfahren zur Abwendung der Insolvenz

Die Kplus Group hat beim Amtsgericht Wuppertal ein Eigenverwaltungsverfahren zur Restrukturierung beantragt. Betroffen sind ihre Krankenhäuser in Solingen, Hilden und Haan sowie die Holdinggesellschaft. Die Gruppe bleibt zwar zahlungsfähig, warnt jedoch vor einer möglichen Insolvenz noch in diesem Jahr, falls keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Ziel der Umstrukturierung ist es, den Betrieb zu stabilisieren, bestehende Verträge zu überprüfen und neue Vereinbarungen auszuhandeln. Im Rahmen des Schutzverfahrens werden die Krankenhausleistungen ohne Unterbrechung weitergeführt. Die Gehälter der Mitarbeiter werden für drei Monate von der Bundesagentur für Arbeit abgesichert.

Auch die Genesis GmbH, zuständig für die zentrale Verpflegungsversorgung, ist in den Restrukturierungsrahmen einbezogen. Im Zuge der Pläne werden die Fachabteilungen der St.-Lukas-Klinik in Solingen bis Anfang nächsten Jahres nach Hilden und Haan verlegt.

Mehrere Einrichtungen bleiben von den Änderungen unberührt: Das St.-Remigius-Krankenhaus in Leverkusen-Opladen sowie neun Seniorenpflegeheime arbeiten wie gewohnt weiter. Auch die ambulanten Kliniken, Therapiezentren und das Katholische Bildungszentrum in Haan – einschließlich der Ausbildung von Pflegekräften – führen ihren Betrieb unverändert fort.

Das Schutzschirmverfahren ermöglicht es der Kplus Group, den Betrieb aufrechtzuerhalten, während sie die finanziellen Herausforderungen bewältigt. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Ausbildungsprogramme laufen planmäßig weiter. Der Prozess bietet einen strukturierten Ansatz, um eine Insolvenz abzuwenden und die Zukunft des Unternehmens langfristig zu sichern.

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