Dortmunds Kriminalität steigt 2024 – doch die Polizei schlägt mit neuen Einheiten zurück
Marie SimonDortmunds Kriminalität steigt 2024 – doch die Polizei schlägt mit neuen Einheiten zurück
Dortmund verzeichnete 2024 einen leichten Anstieg der Kriminalität, wobei die registrierten Straftaten um 4,23 % stiegen. Die Polizei zählte 73.209 Fälle – im Vorjahr waren es noch 70.241 gewesen. Trotz des Anstiegs blieb die Aufklärungsquote hoch: Mehr als die Hälfte aller Delikte konnte aufgeklärt werden.
Besonders Gewaltkriminalität nahm um fast 7 % zu und stieg von 3.423 Fällen im Jahr 2023 auf 3.660 im Jahr 2024. Als Reaktion darauf kündigte die Polizei eine Umstrukturierung der Ermittlungen an und richtete eine spezielle Einheit für Gewaltdelikte ein. Dieses neue Team soll sich gezielt mit ausgewählten schweren Straftaten befassen.
Straßenkriminalität kletterte um 19,09 %, vor allem wegen Diebstählen an oder mit Fahrzeugen sowie Vandalismus an Autos. Solche Taten machten fast 43 % aller straßenbezogenen Delikte aus. Gleichzeitig stieg die Zahl der Straßenraube leicht an: Acht zusätzliche Fälle bedeuteten ein Plus von 2 %, wobei die Polizei 41,67 % davon aufklärte.
Auch Wohnungseinbrüche nahmen zu und erreichten 2024 mit 1.312 Fällen einen Anstieg um 64 im Vergleich zum Vorjahr. Um gegen wiederkehrende Probleme vorzugehen, hatte die Polizei bereits im Herbst 2023 die Kriminalinspektion 32 personell verstärkt, die sich auf jugendliche Straftäter spezialisiert.
Im April 2024 wurde zudem eine Sondereinheit gegründet, die sich auf Wiederholtäter konzentriert, die mit Waffen drohen. Im Rahmen dieser Initiative überprüften Beamte 189 Personen und verhängten 125 rechtlich bindende Messerverbote.
Die Dortmunder Polizei erreichte mit einer Aufklärungsquote von 54,79 % die höchste Rate unter den Großstädten Nordrhein-Westfalens. Die Behörde passt ihre Strategien weiterhin an – durch Umstrukturierungen und gezielte Kontrollen –, um der steigenden Gewalt- und Straßenkriminalität entgegenzuwirken.






