Zweitägiger Streik legt Nahverkehr in NRW komplett lahm
Öffentlicher Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen steht nächste Woche still: Zweitägiger Streik angekündigt
In ganz Nordrhein-Westfalen kommt der öffentliche Verkehr in der kommenden Woche zum Erliegen, nachdem die Gewerkschaft ver.di zu einem zweitägigen Streik aufgerufen hat. Am 5. und 6. März sollen rund 30.000 Beschäftigte des Sektors die Arbeit niederlegen. Busse und Bahnen bleiben stehen – für Fahrgäste bedeutet das erhebliche Einschränkungen.
Hintergrund des Arbeitskampfes sind anhaltende Konflikte um die Arbeitsbedingungen im kommunalen Verkehrssektor. Ver.di fordert zentrale Verbesserungen, darunter Entlastungstage, bessere Überstundenvergütung und Bonuszahlungen. Zudem soll sichergestellt werden, dass Mitarbeiter ihre Schichten am selben Standort beginnen und beenden, um logistische Belastungen zu verringern.
Betroffen von den Streiks sind unter anderem die Duisburger Verkehrsgesellschaft und die Rheinbahn AG. Für den 6. März ist in Dortmund eine Protestkundgebung geplant, bei der der Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöht werden soll. Die Gewerkschaft warnt vor einem massiven Personalmangel, der zu hohen Krankheitsständen und einer übermäßigen Belastung der Belegschaft führe.
Die Verhandlungen werden am 11. und 12. März in Dortmund in einer dritten Runde fortgesetzt. Ver.di betont zwar seine Gesprächsbereitschaft für langfristige Lösungen, doch mit der frühzeitigen Ankündigung der Streiks will die Gewerkschaft zumindest die Planungsunsicherheit für Fahrgäste verringern.
Die Ausstände werden den Reiseverkehr für Zehntausende in der Region beeinträchtigen. Im Mittelpunkt der Forderungen stehen Entlastung im Arbeitsalltag und bessere Bezahlung für das Verkehrspersonal. Ob es in der nächsten Verhandlungsrunde zu einer Einigung kommt, bleibt abzuwarten.






