Zollfahndung Aachen deckt illegale Beschäftigung und Lohnbetrug in Gastronomie auf
Henry BraunZollfahndung Aachen deckt illegale Beschäftigung und Lohnbetrug in Gastronomie auf
Zollfahndung Aachen deckt Verstöße in Gastronomie auf
Das Hauptzollamt Aachen hat in einer großangelegten Kontrollaktion Gaststätten und Imbisse in Aachen, Euskirchen und Heinsberg überprüft. Dabei wurden zahlreiche Verstöße aufgedeckt, darunter illegale Beschäftigung und Lohnpflichtverletzungen. Zudem ging die Behörde gegen Personen vor, die im Zusammenhang mit kriminellen Machenschaften standen.
Insgesamt wurden 13 Restaurants und Snackbars kontrolliert, in denen 56 Personen überprüft wurden. Bei 20 von ihnen erfolgte eine offizielle Identitätsfeststellung. Die Ermittlungen führten zu 17 Einzelfällen, die von illegalem Aufenthalt bis hin zu Lohnbetrug reichten.
Sechs Personen hielten sich demnach illegal in Deutschland auf, vier weitere stehen unter dem Verdacht, illegale Einwanderung unterstützt zu haben. In fünf Betrieben wurden Verstöße gegen den Mindestlohn festgestellt, in drei Fällen wurden Löhne vorenthalten oder veruntreut. Zwei Arbeitgeber hatten Arbeitszeiten nicht ordnungsgemäß dokumentiert. Eine gesuchte Person wurde vorläufig festgenommen und der Polizei übergeben. Allein in Euskirchen wurden drei Strafanzeigen erstattet.
Die Aktion war Teil der europäischen Kontrolltage im September 2023, die von Europol koordiniert wurden. An der grenzüberschreitenden Initiative vom 11. bis 17. September beteiligten sich 28 Länder und Regionen. Im Fokus standen die Bekämpfung von Menschenhandel, Arbeitsausbeutung sowie die Zerschlagung krimineller Netzwerke, die europaweit operieren.
Das Hauptzollamt Aachen nimmt regelmäßig an solchen Kampagnen teil, um illegale Beschäftigung und Ausbeutung zu unterbinden. Die jüngsten Kontrollen zeigen, wie konsequent die Behörden Arbeitsrechte durchsetzen und schutzbedürftige Beschäftigte in der Region absichern.
Die Überprüfungen führten zu 17 Ermittlungsverfahren und mehreren Strafanzeigen. Die Behörden behalten die Gastronomiebranche weiterhin im Blick, um die Einhaltung von Arbeits- und Aufenthaltsrecht sicherzustellen. Gleichzeitig stärkte die Aktion die internationale Zusammenarbeit gegen Arbeitsausbeutung und organisierte Kriminalität.






