Warum der Traum vom Eigenheim in Deutschland für viele unerreichbar wird
Marie SimonWarum der Traum vom Eigenheim in Deutschland für viele unerreichbar wird
Wohneigentum in Deutschland wird immer schwieriger und teurer
Der Erwerb eines Eigenheims in Deutschland gestaltet sich zunehmend als Herausforderung – hohe Kosten, strenge Vorschriften und steigende Steuern machen den Immobilienkauf für viele fast unmöglich. Gleichzeitig bleibt Mieten dank staatlicher Subventionen vergleichsweise günstig, was den Traum vom Eigenheim für Durchschnittsverdiener noch weiter in die Ferne rücken lässt.
Wer in Deutschland eine Immobilie kaufen möchte, muss mit erheblichen Zusatzkosten rechnen. Neben dem Kaufpreis kommen Maklergebühren, Notarkosten und die Grunderwerbsteuer hinzu – insgesamt oft 10 bis 15 Prozent des Kaufpreises. In Nordrhein-Westfalen etwa ist die Grunderwerbsteuer mittlerweile auf 6,5 Prozent gestiegen, mehr als das Dreifache des ursprünglichen Satzes.
Strenge Bauvorschriften treiben die Preise zusätzlich in die Höhe. Kombiniert mit verpflichtenden, klimabedingten Sanierungsauflagen für Bestandsimmobilien belasten diese Regelungen die Eigentümer finanziell stark. Über die Laufzeit kann eine Immobilienfinanzierung so auf das Anderthalbfache des ursprünglichen Kaufpreises anwachsen.
Auch die Besteuerung von Immobilien wird immer härter. Politiker betrachten Wohnraum zunehmend als wichtige Einnahmequelle – so fordert etwa Marcel Fratzscher deutlich höhere Grundsteuern. Zwar liegen die deutschen Nebenkosten beim Kauf mit rund 11,5 Prozent im internationalen Vergleich noch im moderaten Bereich, doch für Käufer stellen sie dennoch eine erhebliche Belastung dar.
Mieten bleibt unterdessen dank staatlicher Unterstützung bezahlbar. Dieser Gegensatz lässt den Immobilienkauf noch teurer erscheinen und hält viele davon ab, überhaupt in den Markt einzusteigen.
Die Kombination aus hohen Kaufnebenkosten, steigenden Abgaben und strengen Regularien macht Wohneigentum für viele Deutsche unerreichbar. Solange Mieten stark subventioniert werden, können sich immer weniger Menschen den Kauf leisten – mit weitreichenden Folgen für den Wohnungsmarkt der kommenden Jahre.






