04 April 2026, 04:16

Traditionsbetrieb Fasana in Euskirchen kämpft nach gescheiterter Übernahme um Überleben

Schwarzes und weißes Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Traditionsbetrieb Fasana in Euskirchen kämpft nach gescheiterter Übernahme um Überleben

Fasana, traditioneller Tissue-Hersteller aus Euskirchen, steht vor ungewisser Zukunft nach gescheiterter Übernahme

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Der seit über einem Jahrhundert in Euskirchen ansässige Tissue-Produzent Fasana bangt um seine Zukunft, nachdem ein Übernahmeversuch gescheitert ist. Das Unternehmen, das im Juni nach einem Cyberangriff und wachsendem finanziellen Druck Insolvenz anmelden musste, wartet nun mit mehr als 100 Beschäftigten auf Klarheit über ihre Arbeitsplätze.

Die Probleme von Fasana begannen bereits vor Monaten: Hohe Energiekosten und ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld trieben das Unternehmen in die Insolvenz. Anfang Juni verschärfte ein Cyberangriff die Lage zusätzlich, sodass Fasana gezwungen war, Gläubigerschutz zu beantragen. Vier Monate lang wurde versucht, einen Käufer zu finden und den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Zwei große internationale Firmen hatten Interesse an einer Übernahme signalisiert. Doch die Verhandlungen platzten, als der Grundstückseigentümer einen Preis forderte, der das dreifache des geschätzten Unternehmenswerts betrug. Ohne realistische Perspektive scheiterte die Übernahme schließlich.

Nun arbeitet Fasana-Geschäftsführer Karsten Beisert eng mit der Stadt Euskirchen zusammen, um alternative Lösungen zu prüfen. Die Mitarbeiter, die derzeit in der Schwebe hängen, werden bald zu einer Betriebsversammlung zusammenkommen, um mehr über die Zukunft des Unternehmens zu erfahren. Sollte keine Lösung gefunden werden, könnte Fasana nach über 100 Jahren Betriebsgeschichte endgültig schließen.

Das gescheiterte Übernahmevorhaben lässt die Belegschaft in einem unsicheren Arbeitsmarkt zurück. Die Rettung des Traditionsbetriebs hängt nun von einer letzten Einigung oder finanzieller Unterstützung ab. Ohne Fortschritte droht das Ende eines historischen lokalen Unternehmens.

Quelle