Kölner Klimaforum sucht nachhaltige Lösungen für Kirchen und Seniorenheime
Mila BeckerKölner Klimaforum sucht nachhaltige Lösungen für Kirchen und Seniorenheime
3. Kölner Klimaforum: Experten diskutieren klimafreundliche Gebäude – mit Fokus auf Kirchen, Krankenhäuser und Seniorenzentren
Am 1. Oktober versammelt das 3. Kölner Klimaforum Fachleute im Kölner Maternushaus. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung steht die Frage, wie Gebäude – insbesondere Kirchen, Krankenhäuser und Senioreneinrichtungen – klimafreundlicher gestaltet werden können. Unter dem Motto "Zukunft bauen – Gebäude managen, sanieren & entwickeln" geht es um nachhaltige und bezahlbare Lösungen für die Herausforderungen der Zeit.
Im Fokus stehen vor allem die Sanierung großer, historischer und genutzter Gebäude unter Einhaltung der Klimaziele. Die Veranstalter betonen die Bedeutung ökologischer Baumaterialien und erneuerbarer Energien. Christian Weingarten, Umweltbeauftragter des Erzbistums Köln, hält Klimaneutralität in Kirchengebäuden für "machbar, aber anspruchsvoll".
Ein weiteres zentrales Thema ist die soziale Gerechtigkeit: Besonders schutzbedürftige Gruppen sollen von den ökologischen Modernisierungen profitieren. Die Caritas ist in den Prozess eingebunden und unterstützt bei der nachhaltigen Umgestaltung von Seniorenzentren und Krankenhäusern. Als Best-Practice-Beispiel dient die energetische Sanierung der Stiftskirche St. Servatii in Quedlinburg, die bis März 2026 abgeschlossen sein wird. Das Projekt umfasste barrierefreie Zugänge, neue Eingänge und die Neugestaltung der Außenanlagen – teilweise finanziert durch das Städtebauförderprogramm "Lebendige Zentren".
Ähnliche Vorhaben in Berlin, Quedlinburg und Remchingen zeigen, wie denkmalgeschützte Kirchen mit moderner Effizienz vereint werden können. Die Stiftung Dorfkirchen Brandenburg fördert ländliche Kirchsanierungen, unterstützt jedoch keine Krankenhäuser oder Senioreneinrichtungen direkt.
Das Forum sucht nach praktikablen Lösungen, um komplexe Gebäude kostengünstig zu modernisieren. Die diskutierten Ansätze zielen darauf ab, Emissionen zu reduzieren, ohne das kulturelle Erbe zu gefährden oder soziale Bedürfnisse zu vernachlässigen. Die Ergebnisse könnten künftige Projekte in Kirchen, Pflegeheimen und Krankenhäusern in ganz Deutschland prägen.






