31 May 2026, 00:12

Syriens Gesundheitsminister besucht Solingen für medizinische Kooperation nach Kriegsjahren

Syrien: Gesundheitsminister Musaab Nazzal al-Ali besucht das Stadtkrankenhaus Solingen

Syriens Gesundheitsminister besucht Solingen für medizinische Kooperation nach Kriegsjahren

Syriens Gesundheitsminister Musaab Nazzal al-Ali besuchte am Donnerstag das Städtische Klinikum Solingen. Der Besuch markiert einen Schritt zur Stärkung der medizinischen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern nach Jahren des Konflikts in Syrien.

Al-Ali, der selbst fünf Jahre lang als Neurochirurg in Solingen ausgebildet wurde, kehrte 2025 nach Syrien zurück. Heute leitet er die Bemühungen zum Wiederaufbau des schwer gezeichneten Gesundheitssystems des Landes. Der Krieg in Syrien hinterließ zahlreiche Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen in Trümmern. Jahre der Kämpfe führten zudem zu einem massiven Mangel an qualifiziertem Personal und lebenswichtiger Ausrüstung. Über 6,8 Millionen Syrer flohen ins Ausland – darunter zahllose Ärzte und Fachkräfte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Trotz der Herausforderungen kehren einige im Ausland lebende syrische Mediziner während der Ferien zurück, um Operationen durchzuführen. Diese kurzfristigen Einsätze helfen, Lücken zu schließen, reichen aber nicht aus, um den langfristigen Bedarf zu decken.

Während seines Besuchs erörterte al-Ali ein mögliches Austauschprogramm für medizinischen Nachwuchs zwischen Syrien und Deutschland. Der Geschäftsführer des Solinger Klinikums signalisierte Unterstützung für die Idee. Al-Ali, der einst in derselben Einrichtung ausgebildet wurde, strebt nun eine dauerhafte Kooperation zwischen den Institutionen an.

Das geplante Programm würde jungen syrischen Ärzten Praxiserfahrung in Deutschland ermöglichen. Im Gegenzug könnten deutsche Fachkräfte beim Wiederaufbau der medizinischen Infrastruktur in Syrien helfen. Der Besuch unterstreicht al-Alis Engagement für die Wiederherstellung des syrischen Gesundheitssystems. Sollte das Austauschprogramm Realität werden, könnte es dringend benötigtes Know-how und Ressourcen bereitstellen. Derzeit führen beide Seiten weitere Gespräche, um aus dem Vorhaben konkrete Maßnahmen abzuleiten.

Quelle