Streiks im Nahverkehr bringen Schulkinder in NRW in die Bredouille
Streiks im Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen sorgen für Herausforderungen bei der Schulbeförderung
Familien in Nordrhein-Westfalen kämpfen mit den Folgen der aktuellen Nahverkehrsstreiks, wenn es darum geht, ihre Kinder zur Schule zu bringen. Zwar besteht weiterhin Präsenzpflicht, doch einige Eltern fordern als Alternative während der Ausfälle den Wechsel zu Distanzunterricht. Doch die Landesregelungen verbieten diese Option für ältere Schülerinnen und Schüler.
Der jüngste Streik, der für Freitag angesetzt ist, zwingt viele Eltern, ihre Arbeitszeiten umzuorganisieren oder nach Alternativen für den Schulweg zu suchen. Der Bielefelder Verkehrsbetrieb MoBiel wird zwar Schullinien priorisieren, doch Familien ohne Auto stehen weiterhin vor großen Problemen. Besonders betroffen sind Alleinerziehende und Vollzeitbeschäftigte, die Mühe haben, ihre Kinder pünktlich in der Schule anzumelden.
An der Gesamtschule Rosenhöhe in Bielefeld wurde vorgeschlagen, während der Streiks auf Distanzunterricht umzustellen, um die Schülerinnen und Schüler weiter zu beschäftigen. Der Antrag wurde jedoch für die Jahrgangsstufen acht und höher abgelehnt, da das Bildungsministerium des Landes in diesen Fällen Fernunterricht untersagt. Offizielle Zahlen, wie viele Schulen in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen zwei Jahren während der Streiks einen Anstieg der Fehlzeiten verzeichneten, liegen nicht vor.
Trotz der Schwierigkeiten bleibt die Schulpflicht auch bei angekündigten Streiks bestehen. Einige Eltern mussten bereits Urlaub nehmen oder ihre Arbeitszeiten anpassen, um die Vorgabe zu erfüllen.
Die anhaltenden Streiks zeigen, wie stark Familien belastet werden, die auf den öffentlichen Nahverkehr für den Schulweg angewiesen sind. Da Distanzunterricht für ältere Schülerinnen und Schüler nicht in Frage kommt, müssen Eltern weiterhin Lösungen finden, um ihre Kinder zum Unterricht zu bringen. Die Fokussierung von MoBiel auf Schulverbindungen bringt zwar eine gewisse Entlastung, doch viele stehen weiterhin vor logistischen Hürden.






