Städte feiern Vielfalt: Aktionen gegen Rassismus ziehen Tausende in ihren Bann
Henry BraunStädte feiern Vielfalt: Aktionen gegen Rassismus ziehen Tausende in ihren Bann
Städte in ganz Deutschland begehen die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 mit vielfältigen Aktionen
Mit einer Reihe von Veranstaltungen haben Städte in Deutschland die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 begangen, um sich gegen Diskriminierung einzusetzen. Vom 14. bis 29. März organisierten mindestens sieben Kommunen – darunter Pfaffenhofen an der Ilm, Ingolstadt und Krefeld – Sportturniere, Konzerte und Workshops, um Vielfalt zu fördern. Die jährlich vom Deutschen Institut für Menschenrechte koordinierte Kampagne endete in Bergisch Gladbach mit einem Fußballturnier, das nicht den Wettbewerb, sondern den Zusammenhalt in den Mittelpunkt stellte.
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 verzeichneten eine breite Beteiligung: In Pfaffenhofen an der Ilm und Ingolstadt fanden Sportevents statt, wobei der FC Ingolstadt 04 lokale Initiativen anführte. Andere Städte wie Bottrop, Augsburg, Bruchköbel und Hanau setzten auf kulturelle Formate – von Ausstellungen bis hin zu Virtual-Reality-Erlebnissen. Das Motto der Kampagne, "100 % Menschenwürde. Vereint gegen Rassismus und Rechtsextremismus", prägte die Veranstaltungen.
In Bergisch Gladbach richtete das neu gegründete Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt – 2024 mit über 30 Partnerorganisationen ins Leben gerufen – das Fußballturnier "Kick gegen Rassismus" aus. Neun Mannschaften nahmen teil, darunter zwei Teams der Abou-Bakr-Moschee/Islamischen Gemeinschaft. Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Marcel Kreutz wurden 36 Spiele ohne Schiedsrichter ausgetragen – im Zeichen von Fairplay und gegenseitigem Respekt.
Statt Pokale erhielt jedes Team ein Banner mit der Aufschrift "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus". Zwar gewann die IGMG Bergisch Gladbach e.V. das Turnier, doch betonten die Organisatoren, dass es vor allem um Solidarität und gemeinsame Werte ging. Das Bündnis setzt sich weiterhin für eine inklusive und vielfältige Stadtgesellschaft ein.
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 brachten Tausende durch Sport, Kultur und Dialog zusammen. Die Veranstaltungen in zahlreichen deutschen Städten zeigten, wie lokal gegen Diskriminierung vorgegangen und sozialer Zusammenhalt gestärkt wird. Das Abschluss-Turnier in Bergisch Gladbach unterstrich die Botschaft: Nicht Wettbewerb, sondern gemeinsames Handeln treibt den Wandel voran.






