Solinger Krankenhaus wird abgerissen – doch erst nach kostenloser Mitnahme-Aktion
Henry BraunSolinger Krankenhaus wird abgerissen – doch erst nach kostenloser Mitnahme-Aktion
Ehemaliges Solinger Krankenhaus wird abgerissen – aber erst nach einer "Mitnahme-Aktion" für die Bevölkerung
Bevor das ehemalige Haus G des Städtischen Klinikums Solingen abgerissen wird, haben Bürger:innen die Möglichkeit, noch brauchbare Gegenstände kostenlos mitzunehmen. Das Projekt "Mitnahme-Krankenhaus" öffnet am 10. und 11. Oktober 2025 seine Türen und bietet Möbel, Küchenmodule und andere Materialien zur freien Entnahme an.
Die Initiative ist Teil des Förderprojekts FAB.Region Bergisches Städtedreieck, das die Kreislaufwirtschaft unterstützt. Statt die Materialien auf dem Müll zu entsorgen, werden Wiederverwendung und Recycling gefördert. Dr. Maximilian Hoor, Projektkoordinator bei der Stadtentwicklungsgesellschaft Solingen (SEG), erwartet großes Interesse aus der Bevölkerung.
Vor Beginn des Abrisses können Bürger:innen sich kostenlos bedienen. Im Anschluss werden Fachfirmen das Gebäude von verbleibenden Materialien befreien, die dann für den Weiterverkauf, das Recycling oder die Aufbereitung zu neuen Produkten sortiert werden.
Nachhaltigkeit steht beim Abriss im Mittelpunkt: Eines der beteiligten Unternehmen hat sich verpflichtet, den DGNB-Gold-Standard für nachhaltiges Bauen einzuhalten. Zudem müssen die Firmen nachweisen, wie sie den Materialkreislauf verantwortungsvoll gestalten.
Ziel des Projekts ist es, CO₂-Emissionen zu reduzieren und Ressourcen zu schonen, indem Materialien länger genutzt werden. Zwar liegen keine genauen Zahlen zu den ökologischen Einsparungen vor, doch passt der Ansatz in die bundesweiten Bestrebungen, Abfall im Bausektor zu verringern.
Die zweitägige Aktion gibt den Solinger:innen den ersten Zugang zu wiederverwendbaren Gütern, bevor das Gebäude zurückgebaut wird. Nach der Mitnahmephase werden weitere Materialien für Recycling oder Wiederverkauf geborgen. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie städtische Entwicklung durch Bürgerbeteiligung Nachhaltigkeit fördern kann.






