Solingen gedenkt der Holocaust-Opfer mit Film und Diskussion über Gerechtigkeit
Marie SimonSolingen gedenkt der Holocaust-Opfer mit Film und Diskussion über Gerechtigkeit
Gedenktag für die Opfer des Holocaust: Solingen ehrt die Opfer und reflektiert über Gerechtigkeit
Am 27. Januar fand in Deutschland der offizielle Gedenktag für die Opfer des Holocaust statt. In Solingen gedachten die Evangelische Kirche und das Max-Leven-Zentrum der Opfer mit einer Veranstaltung. Nur wenige Tage später folgt ein weiteres besonderes Event, das sich mit den Themen Gerechtigkeit und Erinnerung auseinandersetzt.
Am Montag, dem 30. Januar 2023, zeigt das Kulturzentrum Cobra in Solingen um 19:00 Uhr den Dokumentarfilm „Fritz Bauers Vermächtnis: Gerechtigkeit verjährt nicht“. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion statt, die sich mit der juristischen Aufarbeitung von Verbrechen in Solingen befasst.
Der Film zeichnet den Kampf um Gerechtigkeit für die Opfer des Holocaust von der Nachkriegszeit bis heute nach. Im Mittelpunkt steht der Frankfurter Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der 1963 als erster Jurist NS-Verbrecher in einem deutschen Gericht als Gehilfen des Mordes anklagte. Die Dokumentation zeigt zudem, wie Bauers rechtlicher Ansatz aktuelle Prozesse in Deutschland geprägt hat.
Gefördert wird die Veranstaltung vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Nach der Vorführung in Solingen wird der Film im Februar bundesweit in einer begrenzten Kinoauswertung zu sehen sein.
Ziel der Veranstaltung ist es, das Gedenken an die Opfer des Holocaust wachzuhalten. Die Veröffentlichung des Films soll Bauers juristisches Erbe einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen. Die Organisatoren hoffen, dass das Event zu einer weiteren Auseinandersetzung mit Geschichte und Gerechtigkeit anregt.
