22 March 2026, 04:16

Sechs Pioniere kämpfen um den Innovationspreis für CO₂-Nutzung 2026

Balkendiagramm, das die jährlichen CO2-Emissionen in Deutschland aus verschiedenen Jahren zeigt, wobei die Balkenhöhe die Emissionshöhe darstellt.

Sechs Pioniere kämpfen um den Innovationspreis für CO₂-Nutzung 2026

Sechs innovative Unternehmen sind für den Innovationspreis "Beste CO₂-Nutzung 2026" nominiert worden. Ihre Technologien verwandeln abgetrenntes Kohlendioxid auf bahnbrechende Weise in Kraftstoffe, Chemikalien und Materialien. Die Finalisten werden ihre Lösungen auf der bevorstehenden Konferenz "CO₂-basierte Kraftstoffe und Chemikalien 2026" in Köln sowie online präsentieren.

Die nominierten Firmen vertreten ein breites Spektrum an Ansätzen – von elektrochemischen Verfahren über Capture-and-Synthesis-Methoden bis hin zur direkten Umwandlung von Luft-CO₂. CYNio (Deutschland) hat ein CO₂-basiertes Verfahren zur Herstellung von Spezialisocyanaten entwickelt, die derzeit in Europa nur schwer verfügbar sind. Ihr Prozess ermöglicht eine sicherere und flexiblere Produktion.

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Aerleum (Frankreich) nutzt atmosphärisches oder industrielles CO₂ und verwandelt es direkt in E-Methanol – einen sauberen Kraftstoff und chemischen Grundbaustein für die Luftfahrt, Schifffahrt und nachhaltige Produkte. ICODOS (Deutschland) hingegen kombiniert CO₂-Abscheidung mit Methanolsynthese und setzt günstige Solar- und Windenergie ein, um die Produktionskosten zu senken.

Aus Nordamerika stammen OCOchem (USA) mit dem Carbon FluX-Elektrolyseur CFX 400, der abgetrenntes CO₂ und Wasser durch Elektrokatalyse in Ameisensäure oder Kaliumformiat umwandelt, sowie CERT Systems (Kanada), das vollständig auf fossile Rohstoffe verzichtet. Das Unternehmen entzieht der Luft CO₂ und verwandelt es in Ethylen – einen Schlüsselrohstoff für Kunststoffe und nachhaltige Flugkraftstoffe.

Frühere Preisträger haben bereits das Potenzial CO₂-basierter Materialien unter Beweis gestellt, von Batteriekomponenten und Kohlenstoffnanoröhrchen bis hin zu Polyurethanen und Methanol-Kraftstoffen. Die diesjährigen Nominees erweitern diese Möglichkeiten mit noch breiteren industriellen Anwendungen.

Die Konferenz, die vom 28. bis 29. April 2026 stattfindet, wird diese Technologien vorstellen und zudem Themen wie elektrochemische CO₂-Umwandlung, integrierte Synthesesysteme sowie Direct Air Capture (DAC) in Verbindung mit der chemischen Produktion behandeln.

Die sechs Finalisten konkurrieren um Anerkennung in einem Bereich, der zunehmend an Bedeutung gewinnt. Ihre Lösungen zeigen, wie abgetrenntes CO₂ fossile Rohstoffe in Branchen wie Luftfahrt, Schifffahrt und Fertigung ersetzen kann. Der Gewinner wird während der Konferenz in Köln bekannt gegeben – sowohl vor Ort als auch online können Interessierte teilnehmen.

Quelle