Rheinmetall-Chef kauft im Börsencrash – und macht 160.000 Euro Gewinn
Dramatischer Börsencrash am „Schwarzen Montag“: Rheinmetall-Aktie stürzt um 27 Prozent ab – doch ein Investor nutzt die Chance
Ein spektakulärer Börseneinbruch am „Schwarzen Montag“ ließ den Aktienkurs von Rheinmetall um 27 Prozent abstürzen. Der steile Fall folgte auf die verschärfte Zollpolitik der USA, die weltweit für Unruhe an den Märkten sorgte. Doch für einen Investor bot der Kurssturz eine Gelegenheit: Vorstandschef Armin Papperger griff zu und kaufte die Aktien mit einem deutlichen Abschlag.
Der Crash begann, als sich die Handelskonflikte der USA weiter zuspitzten und Schockwellen durch die Finanzmärkte sandten. Der deutsche Leitindex DAX verlor über 10 Prozent, während die Rheinmetall-Aktie noch stärker einbrach und an einem einzigen Tag um 27 Prozent fiel.
Papperger handelte schnell und erwarb 669 Aktien zu Preisen zwischen 1.058 und 1.065 Euro pro Stück. Die Gesamtinvestition belief sich auf rund 710.000 Euro. Sein Schritt blieb nicht privat: Nach deutschen Finanzvorschriften musste die Transaktion der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gemeldet werden, wodurch der Kauf öffentlich wurde.
Die Wette zahlte sich fast sofort aus. Bereits am nächsten Tag erholte sich der Rheinmetall-Kurs deutlich und kletterte auf etwa 1.300 Euro pro Aktie. Pappergers Depotwert schoss in die Höhe – auf dem Papier erzielte er einen Gewinn von rund 160.000 Euro. In Online-Foren wurde seine Entscheidung schnell als mutiges und gut getimtes Beispiel für das Prinzip „Buy the Dip“ gefeiert.
Von der Erholung profitierten nicht nur Papperger, sondern auch institutionelle Anleger und Privatinvestoren, die die günstigen Kurse nutzten. Innerhalb weniger Tage nach dem Crash stieg die Rheinmetall-Aktie um bis zu 39 Prozent. Die Papiere des Konzerns hatten ohnehin bereits in diesem Jahr eine beeindruckende Performance hingelegt: Seit Januar legten sie um etwa 117 Prozent zu. Dennoch bleiben angesichts der US-Handelspolitik Zweifel an der langfristigen Verlässlichkeit Amerikas als Wirtschaftspartner.
Papperger hatte vor solchen Risiken bereits früher gewarnt. Bereits im März hatte er zu einem Dialog mit Donald Trump aufgerufen, um die transatlantischen Beziehungen zu stabilisieren. Seine jüngste Investition unterstreicht nun sowohl sein Vertrauen in Rheinmetall als auch seine Bereitschaft, in schwachen Marktphasen entschlossen zu handeln.
Der Crash und die anschließende Erholung zeigten einmal mehr, wie stark die US-Handelspolitik die Märkte verunsichert. Pappergers gut getimter Kauf stärkte nicht nur seine persönliche Position, sondern signalisierte auch Zuversicht in die Widerstandsfähigkeit von Rheinmetall. Mit einem nun deutlich höheren Aktienkurs dient die Episode als eindrucksvolle Erinnerung daran, wie schnell sich Märkte drehen können – und wie sich entschlossenes Handeln auszahlen kann.






