06 June 2026, 20:11

Revolutionäres Projekt ZEROES will CO₂ in Baustoffen dauerhaft binden

Kohlenstoffdioxid-Emissionen reduzieren mit klimapositiven Baustoffen

Revolutionäres Projekt ZEROES will CO₂ in Baustoffen dauerhaft binden

Neues Forschungsprojekt nimmt CO₂-Emissionen in der Bauindustrie ins Visier

Unter dem Namen ZEROES ist am 3. Juli 2024 am Fraunhofer-Institut UMSICHT in Oberhausen ein innovatives Projekt gestartet, das sich mit der Reduzierung von Kohlendioxidemissionen in der Bauwirtschaft befasst. Ziel ist die Entwicklung kohlenstoffarmer Alternativen zu mineralischen Baustoffen wie Beton oder Kalksandstein.

Die Baubranche verbraucht jährlich rund 40 Milliarden Tonnen Sand und Kies – Materialien, die meist auf Zement basieren, einem der größten CO₂-Verursacher. Das ZEROES-Projekt setzt darauf, herkömmliche Bindemittel durch Carbonate zu ersetzen, die CO₂ binden statt es freizusetzen.

Sämtliche Rohstoffe für das Vorhaben stammen aus recycelten Bauabfällen. Zudem erproben die Forscher Verfahren, bei denen Kohlendioxid direkt in die Herstellung von Kalksandsteinen eingebracht wird. Auf diese Weise könnten Baustoffe von Emissionsquellen zu CO₂-Speichern werden.

Federführend ist das Fraunhofer UMSICHT, Projektleiter ist Dr. Michael Prokein. Als Industriepartner bringen das Betonwerk Büscher und Rohstoffbauwerke ihr Know-how in Materialproduktion und Recycling ein. Das Team strebt nach skalierbaren Lösungen für klimapositives Bauen.

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Gelingt das Vorhaben, könnte ZEROES nachhaltige Alternativen zu herkömmlichem Beton und Ziegeln liefern. Durch den Einsatz von Recyclingmaterialien und die CO₂-Bindung hebt sich das Projekt deutlich von konventionellen Methoden ab. Bauunternehmen könnten bald auf Materialien zugreifen, die Emissionen reduzieren, ohne an Leistung einzubüßen.

Quelle