Polizei stoppt Raserei im Kreis Coesfeld – 38 Tempo-Sünder erwischt
Polizei im Kreis Coesfeld führt gezielte Kontrollen gegen Raserei durch
Am Sonntag, dem 27. Juli, führte die Polizei im Kreis Coesfeld eine gezielte Aktion gegen überhöhte Geschwindigkeit durch – eine der Hauptursachen für schwere Unfälle. Im Fokus standen dabei Motorradfahrer, die in den vergangenen Jahren in der Region überdurchschnittlich häufig in Verkehrsunfälle verwickelt waren.
Die Kontrollen fanden zwischen 10:00 und 15:00 Uhr auf der L580 bei Leuste statt, wo Beamte mit Lasermessgeräten die Geschwindigkeiten überprüften. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit in diesem Bereich beträgt 80 km/h. Von den 38 Fahrern, die zu schnell unterwegs waren, entfielen 10 auf Motorradfahrer.
Ein 58-jähriger Biker aus dem Kreis Steinfurt wurde mit einer Geschwindigkeit von 128 km/h gemessen. Ihm drohen nun ein Bußgeld in Höhe von 320 Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein einmonatiges Fahrverbot. Zudem stellten die Beamten bei fünf Motorrädern technische Mängel fest, die umgehend behoben werden mussten.
Die Aktion stand unter der Leitung von Polizeidirektor Rolf Gehring, der betonte, dass die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeitsbegrenzungen einhielt. Ziel der Maßnahme war es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen – insbesondere vor dem Hintergrund der Zahlen aus dem Jahr 2021, als im Kreis Coesfeld 118 Verletzte, darunter 22 Schwerverletzte, und drei Tote bei Motorradunfällen zu verzeichnen waren.
Die Kontrollen unterstrichen die Gefahren von Raserei und die Bedeutung einer regelmäßigen Fahrzeugwartung. Die Behörden kündigten an, auch künftig an Unfallschwerpunkten präsent zu sein, um die Einhaltung der Geschwindigkeitslimits zu überwachen und die Unfallzahlen zu senken.






