NRW verteilt 150 Millionen Euro im Kampf gegen Armut an 458 Kommunen
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen startete im Dezember 2022 die Initiative „Stärkungspakt NRW – Gemeinsam gegen Armut“. Das Programm zielt darauf ab, soziale Not zu bekämpfen und die soziale Infrastruktur mit rund 150 Millionen Euro zu stärken. Nun beginnen die Kommunen im Land, ihre Zuweisungen zu erhalten.
Zusagebescheide gingen an 396 kreisfreie Städte, 31 Kreise und 31 kreisangehörige Gemeinden. Die Höhe der Mittel richtet sich nach der Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner, die auf Grundsicherungsleistungen angewiesen sind. Unabhängige Großstädte wie Solingen erhalten 79 Euro pro Berechtigtem, kreisangehörige Städte und Gemeinden 63 Euro und die Kreise 16 Euro.
Solingen mit seinen 158.957 Einwohnern und einer Mindestsicherungsquote von 11,3 % erhielt eine Zuweisung in Höhe von 1.419.009,14 Euro. Sobald die Kommunen auf ihr Widerspruchsrecht verzichten, wird die Förderung rechtsverbindlich, und die Auszahlung kann beginnen.
Die Mittel bieten maximale Flexibilität für den lokalen Einsatz. Gefördert werden können laufende Kosten, soziale Programme, Notfallhilfen, Honorare für Fachkräfte, Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche sowie Informationsmaterialien.
Die Initiative leistet direkte finanzielle Unterstützung für Bedürftige und stärkt die kommunalen Sozialstrukturen. Die Kommunen können die bereitgestellten Mittel nun nutzen, um drängende soziale Herausforderungen vor Ort anzugehen.
