NRW und Bahn starten Großoffensive gegen marode Gleise und Verspätungen
Mila BeckerNRW und Bahn starten Großoffensive gegen marode Gleise und Verspätungen
Nordrhein-Westfalen (NRW) und die Deutsche Bahn haben eine Zusammenarbeit vereinbart, um das von Problemen geplagte Schienennetz der Region zu verbessern. Im vergangenen Jahr war jeder vierte Zug verspätet, jeder sechste fiel komplett aus – ein Zustand, der Pendler und Reisende gleichermaßen belastet. Nun sollen in den kommenden Monaten und Jahren umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen Abhilfe schaffen.
Den Auftakt bildet im Februar die Vollsperrung der stark frequentierten Strecke zwischen Köln, Wuppertal und Hagen, die für etwa fünf Monate komplett gesperrt wird. Die Verbindung, die sowohl von Berufspendlern als auch Fernreisenden stark genutzt wird, erhält dringend notwendige Sanierungsarbeiten.
Weitere Großbaustellen folgen in den nächsten Jahren im gesamten NRW-Netz. Wichtige Achsen wie Hagen–Unna–Hamm, Köln–Bonn–Koblenz und Aachen–Köln werden grundlegend überholt. Die Infrastruktur des Landes hinkt im Vergleich zu anderen Bundesländern hinterher und benötigt nicht nur dringende Reparaturen, sondern auch einen Ausbau.
Über die Behebung akuter Mängel hinaus sieht die Kooperationsvereinbarung auch langfristige Ziele vor. Dazu gehören der Bau eines modernen Bahnhofs sowie die Schaffung einer direkten Zugverbindung von Köln nach London. Sowohl NRW als auch die Bahn haben sich verpflichtet, die Zuverlässigkeit und Kapazität auf einigen der meistbefahrenen Strecken Deutschlands deutlich zu erhöhen.
Ziel der Partnerschaft ist es, durch die Modernisierung kritischer Netzabschnitte Verspätungen und Zugausfälle zu reduzieren. Zwar müssen Fahrgäste kurzfristig mit Einschränkungen rechnen, doch die Maßnahmen sollen mittelfristig einen deutlich stabileren und leistungsfähigeren Bahnverkehr in der Region ermöglichen.






