NRW setzt neue Maßstäbe im Kinderschutz – wie Prävention und digitale Sicherheit gelingen
Marie SimonNRW setzt neue Maßstäbe im Kinderschutz – wie Prävention und digitale Sicherheit gelingen
Nordrhein-Westfalen ist zu einem zentralen Akteur beim Ausbau des Kinderschutzes geworden – dies zeigte ein hochrangiger Besuch, bei dem die bestehenden Strukturen unter die Lupe genommen wurden. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die ressortübergreifende Zusammenarbeit, der digitale Schutz von Kindern sowie die Rolle der landeseigenen Fachstelle bei der Prävention sexualisierter Gewalt. Vertreter aus Politik und Praxis betonten, wie entscheidend eine kontinuierliche Kooperation ist, um Kinder und Jugendliche wirksam zu schützen.
Der Besuch war Teil einer mehrtägigen Reise, die den Austausch zwischen Bund, Ländern und Fachkräften vorantreiben soll. Dabei wurde untersucht, wie die Kinderschutssysteme in Nordrhein-Westfalen funktionieren – mit besonderem Fokus auf die Verknüpfung von Prävention und Intervention. Ein weiteres zentrales Thema war die digitale Sicherheit von Kindern, angesichts wachsender Sorgen über Risiken im Netz.
Britta Schühlke unterstrich die gemeinsame Verantwortung, die Rechte von Kindern zu wahren, während Roland Mecklenburg die Bedeutung einer dauerhaften Zusammenarbeit hervorhob. Claus, einer der führenden Teilnehmer der Gespräche, betonte, dass starke Netzwerke, geteiltes Fachwissen und einheitliche Qualitätsstandards unverzichtbar für einen wirksamen Kinderschutz seien.
Eine Schlüsselfunktion kommt dabei der Fachstelle PsG.nrw zu, die 2020 als erste spezialisierte Einrichtung Deutschlands zur Prävention sexualisierter Gewalt gegründet wurde. Sie unterstützt Fachkräfte durch Beratung, Fortbildungen und Vernetzung. Fünf Regionalstellen in Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster stärken die Präventionsarbeit vor Ort zusätzlich.
Der Besuch festigte Nordrhein-Westfalens Position als Vorreiter im Kinderschutz: Mit der Fachstelle und den Regionalbüros bietet das Land entscheidende Unterstützung. Künftig soll der Fokus auf der Aufrechterhaltung der Zusammenarbeit, der Verbesserung digitaler Schutzmaßnahmen und der Sicherstellung liegen, dass Fachkräfte über die notwendigen Ressourcen verfügen. Die Gespräche gaben eine klare Richtung für die weitere Arbeit zwischen Behörden und Praxis vor.






