25 April 2026, 02:17

Forschungsprojekt CircuPEM will Wasserstoffproduktion durch Kreislaufwirtschaft revolutionieren

Grüne Dreieck mit weißem Hintergrund, das ein grünes Recycling-Symbol in der Mitte enthält.

Forschungsprojekt CircuPEM will Wasserstoffproduktion durch Kreislaufwirtschaft revolutionieren

Die Ruhr-Universität Bochum leitet ein neues Forschungsprojekt, das die Wasserstoffproduktion nachhaltiger gestalten soll. Unter dem Namen CircuPEM konzentriert sich die Initiative auf Protonenaustauschmembran-Elektrolyseure (PEM-Elektrolyseure) – eine Schlüsseltechnologie für grünen Wasserstoff. Ziel ist es, die Abhängigkeit von teuren und knappen Rohstoffen zu verringern, indem ein Kreislaufwirtschaftskonzept für diese Geräte entwickelt wird.

An dem Vorhaben sind mehrere Partner beteiligt, darunter das Heinz Nixdorf Institut (HNI) der Universität Paderborn, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT), die Direct Matter GmbH sowie die Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG. Julia Marie Vehmeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am HNI, weist auf die hohen Kosten und Versorgungsrisiken hin, die mit den derzeit in PEM-Elektrolyseuren verwendeten kritischen Materialien verbunden sind.

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Das Projekt läuft über drei Jahre und wird mit rund 2,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Es ist Teil des Innovationswettbewerbs GreenEconomy.IN.NRW, der vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie von der Europäischen Union unterstützt wird.

Die Forschung gliedert sich in drei Phasen: Zunächst steht eine Analyse der aktuellen Materialströme an, gefolgt von der Entwicklung und Erprobung neuer Recyclingmethoden. Abschließend sollen praxisnahe Empfehlungen für die Industrie erarbeitet werden. Bei Erfolg könnte das Projekt den Bedarf an seltenen und kostspieligen Materialien in der Wasserstoffproduktion deutlich reduzieren. Die Ergebnisse werden Herstellern klare Strategien an die Hand geben, um Komponenten in PEM-Elektrolyseuren wiederzuverwenden und zu recyceln. Dies wäre ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigeren und unabhängigeren Wasserstoffwirtschaft.

Quelle