Münsters Bürgermeister Grube bleibt im Amt – Abwahlversuch scheitert an fehlenden Stimmen
Henry BraunMünsters Bürgermeister Grube bleibt im Amt – Abwahlversuch scheitert an fehlenden Stimmen
Absetzungsversuch gegen Münsters Bürgermeister Ulf-Marcus Grube gescheitert
Der Versuch, Münsters Bürgermeister Ulf-Marcus Grube abzuwählen, ist gescheitert, nachdem die Befürworter nicht genug Unterschriften sammeln konnten. Der gescheiterte Antrag hinterlässt den Stadtrat tief gespalten – wichtige Mitglieder fragen sich nun, wie es weitergehen soll. Die angekündigte Rücktritt eines CDU-Abgeordneten könnte künftige Versuche, den Bürgermeister zu stürzen, zusätzlich erschweren.
Für die Abwahl Grubes wäre eine Dreiviertelmehrheit im Rat erforderlich gewesen. Doch als ein CDU-Mitglied seine Unterschrift zurückzog, verfehlte der Antrag die nötige Unterstützung. Ohne ausreichend Befürworter wurde das Vorhaben für gescheitert erklärt.
Auf der nächsten Ratssitzung am 14. Dezember wird der geplante Rücktritt des CDU-Stadtrats Ulrich Schroeder thematisiert. Sein Ausscheiden bis Jahresende verringert die Aussichten auf einen zweiten Abwahlversuch. Ein neuer Antrag müsste von vorne beginnen – mit frischen Unterschriften und neuer Unterstützung.
Stefan Sorge, Fraktionsvorsitzender der CDU, hat öffentlich angezweifelt, ob Grube nach dem gescheiterten Vorstoß noch effektiv mit den 23 Ratsmitgliedern zusammenarbeiten kann, die seine Absetzung unterstützten. Die Entscheidung des Innenministeriums hat die Unsicherheit weiter verstärkt und wirft Fragen zur künftigen Zusammenarbeit zwischen Rat und Bürgermeister auf.
Nächste Woche wollen CDU-Mitglieder in einer internen Sitzung das Thema mit der Feuerwehr und Grube selbst erörtern. Das Ergebnis könnte Sorges politische Zukunft prägen und entscheiden, ob die Partei weitere Schritte einleitet. Falls Schroeders Nachfolger Grubes Absetzung nicht unterstützt, dürfte ein zweiter Versuch kaum Aussicht auf Erfolg haben.
Der gescheiterte Abwahlantrag stellt den Münsteraner Stadtrat vor eine schwierige Lage. Mit Schroeders Abgang und ohne klare Perspektive für eine erneute Abstimmung bleibt Grube vorerst im Amt. Die CDU muss nun abwägen, ob sie das Ergebnis akzeptiert oder riskiert, die Spaltung im Rat weiter zu vertiefen.






