Mönchengladbach warnt vor monatelangem Stromausfall – Bürger müssen sich selbst schützen

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Autos auf einer Straße mit vier Personen in der Nähe, Gebäude mit Fenstern im Hintergrund, Bäume und Warnkegel.

Mönchengladbach warnt vor monatelangem Stromausfall – Bürger müssen sich selbst schützen

Bürger in Mönchengladbach vor drohendem Stromausfall gewarnt

Die Bewohner Mönchengladbachs sind vor dem Risiko eines großflächigen Stromausfalls gewarnt worden. Lokale Behörden und Netzbetreiber räumen ein, dass sie die Stromversorgung der Stadt nicht vollständig gegen mögliche Angriffe absichern können. Angesichts der Gefahr gezielter Störungen fordern die Verantwortlichen die Haushalte auf, sich auf längerfristige Blackouts vorzubereiten, die das öffentliche Leben lahmlegen könnten.

Die Warnung folgt auf Äußerungen des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul, der betonte, dass Mönchengladbach von einem Stromausfall ähnlich der jüngsten Krise in Berlin betroffen sein könnte. Der lokale Netzbetreiber NEW sowie der übergeordnete Hochspannungsnetzbetreiber Westnetz gaben zu, dass ein absoluter Schutz nicht möglich sei. Bis das KRITIS-Dachgesetz – das die kritische Infrastruktur stärken soll – vollständig in Kraft tritt, müssen sich die Bürger selbst schützen.

Bei einem Stromausfall könnten lebenswichtige Dienstleistungen wie Heizung, Kochen und Kommunikation ausfallen. Herde, Wasserhähne, Toiletten und sogar Mobilfunknetze könnten nicht mehr funktionieren. Die Feuerwehr der Stadt verfügt über ein "Energie-Modul" – ein Spezialfahrzeug mit einem 250-kVA-Notstromaggregat –, das im Notfall Unterstützung leisten kann. Dennoch sollten sich Haushalte eigenständig vorbereiten. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz rät zu warmer Kleidung, Thermodecken und Schlafsäcken. Einfache Mahlzeiten lassen sich auf Campingkochern oder Grills zubereiten – allerdings nur im Freien. Falls die Telefonleitungen ausfallen, bieten 27 "Leuchtfeuer-Stationen" in der Stadt Hilfe an. Zu den Vorräten sollten Taschenlampen, Batterien, Kerzen und Feuerzeuge gehören. Wichtig sind auch Trinkwasservorräte, haltbare Lebensmittel und Futter für Haustiere. Erste-Hilfe-Sets müssen aktuell sein, Handys und Laptops vollständig aufgeladen und Bargeld griffbereit. Ein batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio hilft, informiert zu bleiben, falls andere Systeme versagen.

Die Verbraucherzentrale Mönchengladbach betont, dass alle deutschen Großstädte mit dichter, stromabhängiger Infrastruktur ähnlichen Risiken ausgesetzt sind. Die beste Vorsorge bleibe ein Notfallplan, der Wasser, Nahrung, Medikamente, Heizung und Kommunikation abdeckt. Da eine vollständige Netzsicherheit nicht garantiert werden kann, müssen die Bürger jetzt handeln, um die Folgen möglicher Blackouts abzumildern.

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