19 March 2026, 12:19

Moers ehrt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Stolpersteinen

Außenansicht des Holocaust-Museums in Houston mit einer Textwand, Gedenksteinen, Landschaftsgestaltung, naher Straße mit Fahrzeugen und einem bewölkten Himmel.

Moers ehrt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Stolpersteinen

Moers würdigt seine jüdische Geschichte mit neuer Broschüre

Die Stadt Moers hat einen wichtigen Schritt unternommen, um ihr jüdisches Erbe zu ehren: Mit der Veröffentlichung der neuen Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" wird die Vergangenheit der Stadt aufgearbeitet – von der ehemaligen Synagoge bis zu den Schicksalen deportierter Bürgerinnen und Bürger. Bürgermeisterin Julia Zupancic unterstützte das Projekt und übernahm zudem die Schirmherrschaft über die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Moers stellte kürzlich ihr aktuelles Vorhaben vor: die Broschüre "Spuren jüdischen Lebens". Der Leitfaden beleuchtet die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Moers, beschreibt historische Stätten wie die alte Synagoge, die Stolpersteine zur Erinnerung an NS-Opfer und das Schicksal derer, die während der nationalsozialistischen Diktatur deportiert wurden. Die Publikation ist ab sofort für drei Euro in öffentlichen Gebäuden der Stadt erhältlich.

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Seit Langem engagiert sich die Gesellschaft in der Bildungsarbeit und kooperiert mit lokalen Schulen wie dem Adolfinum Gymnasium, um junge Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Dank ihres bundesweiten Netzwerks konnte die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille nach Moers geholt werden – eine Auszeichnung für Persönlichkeiten wie Heinz Kremers und Nikolaus Schneider, die sich um den christlich-jüdischen Dialog verdient gemacht haben.

Bei der Vorstellung des Projekts begrüßte Bürgermeisterin Zupancic den Vorstand der Gesellschaft und betonte ihre Verbundenheit mit dem jüdischen Erbe Moers'. Sie unterstrich die Bedeutung des Kampfes gegen Antisemitismus und die Bewahrung des Andenkens an ehemalige Bürger wie Dr. Hermann Bähr und Maria Djuk, die vor 1933 prägende Persönlichkeiten der Gemeinde waren.

Die Broschüre bietet Einwohnerinnen und Einwohnern sowie Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, sich intensiv mit der jüdischen Geschichte Moers' auseinanderzusetzen. Mit der Unterstützung der Bürgermeisterin will die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ihre Bildungs- und Gedenkarbeit fortsetzen. Die Publikation liegt an zentralen Orten aus und trägt so zu einem breiteren Bewusstsein für die Vergangenheit der Stadt bei.

Quelle