Megumi Taichi: Vom Netflix-Hit Badly in Love zum preisgekrönten Drama Fujiko
Mats HartmannMegumi Taichi: Vom Netflix-Hit Badly in Love zum preisgekrönten Drama Fujiko
Die japanische Schauspielerin und Produzentin Megumi Taichi sorgt sowohl in ihrer Heimat als auch international für Furore. Ihr jüngstes Projekt Fujiko hat weltweit Anerkennung gefunden und zeigt ihre Doppelfunktion hinter und vor der Kamera. In diesem Jahr unterstrich Japans herausragende Präsenz auf dem Marché du Film in Cannes zusätzlich ihre Bedeutung auf der globalen Bühne.
Erstmals größere Aufmerksamkeit erlangte Megumi Taichi durch ihre Rollen in Filmen wie The Stormy Family, One Night, The Blood of Wolves sowie der Netflix-Serie Ōoku: The Inner Chambers. Ihr Netflix-Erfolg Badly in Love brach Streaming-Rekorde und führte zu einem mehrjährigen Inhaltsdeal mit der Plattform.
Während der Pandemie verlagerte sie ihren Fokus vom Warten auf Rollen hin zum eigenen kreativen Schaffen. Über vier Jahre entwickelte sie Fujiko, ein Drama über eine alleinerziehende Mutter in den 1970er- und 80er-Jahren in Shizuoka, die nach persönlicher Freiheit strebt. Die Geschichte basiert auf Taichis Familiengeschichte und vereint ein Ensemble mit Yuki Katayama, Lily Franky und Issey Ogata. Die internationalen Vertriebsrechte für den Film liegen nun bei SC Films International.
Fujiko feierte seine Premiere mit großer Resonanz: Der Film gewann den Goldenen Maulbeer-Publikumspreis sowie eine geteilte Black-Dragon-Jury-Auszeichnung der Presse beim 28. Far East Film Festival in Udine. Taichi betont zudem ihr Ziel, japanische Frauen durch Geschichten zu stärken – eine Mission, die im Kern des Projekts steht.
Auf dem diesjährigen Marché du Film in Cannes, wo Japan als Ehrengastland fungiert, beobachtete Taichi ein wachsendes internationales Interesse an japanischem Kino. Sie plant, ihre seltene Position als Schauspielerin und Produzentin zu nutzen, um ihren Einfluss über Japan hinaus auszubauen.
Mit Fujiko hat Taichi ihren Ruf als kreative Kraft im Film gefestigt. Der Erfolg des Projekts und ihr laufender Deal mit Netflix deuten auf weitere Chancen hin. Angesichts der wachsenden globalen Aufmerksamkeit für das japanische Kino könnte ihre Doppelfunktion nicht nur ihrer Karriere, sondern auch weiblich geprägten Erzählformen neue Türen öffnen.






