Mahnwache in Düsseldorf: ver.di protestiert gegen Personalnot in Kitas
Mila BeckerMahnwache in Düsseldorf: ver.di protestiert gegen Personalnot in Kitas
Am 30. November findet vor der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf eine Mahnwache statt. Organisiert wird die Veranstaltung von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), die damit auf die dramatischen Personalengpässe in Kitas aufmerksam machen will. Die Protestaktion reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Kundgebungen, die seit dem 19. Oktober stattfinden.
Die Mahnwache ist von 8:00 bis 9:00 Uhr am Johannes-Rau-Platz geplant. Erwartet wird unter anderem Eileen Woestmann, Landtagsabgeordnete der Grünen. Die Gewerkschaft veranstaltet seit Wochen regelmäßig solche Aktionen, um auf die dringend notwendigen Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel in der Kinderbetreuung zu drängen.
In Nordrhein-Westfalen fehlen derzeit 110.400 Betreuungsplätze. Laut ver.di werden 70 Prozent der Kinder in der Region in Gruppen mit unzureichendem Personalschlüssel betreut. Tjark Sauer, Gewerkschaftsvertreter, fordert konkrete Schritte, um die Fachkräftemangelsituation zu bewältigen und die Belastung für Eltern, Kinder und Beschäftigte zu verringern.
Andrea Becker, bei ver.di zuständig für den Bereich Frühkindliche Bildung, verlangt einen bundesweiten Kita-Gipfel mit dem Bundeskanzler. Ziel sei es, die frühkindliche Bildung zur politischen Priorität zu machen.
Der Protest unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen im Kita-Bereich. Angesichts des anhaltenden Personalmangels setzt sich die Gewerkschaft weiterhin für strukturelle Veränderungen ein. Die Mahnwache in Düsseldorf markiert einen weiteren Schritt in ihrer Kampagne für bessere Ressourcen und Unterstützung.






