Kriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: 57 Prozent mehr Straftaten in fünf Jahren
Mila BeckerKriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: 57 Prozent mehr Straftaten in fünf Jahren
Kriminalität an Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen (NRW) ist in den vergangenen fünf Jahren stark angestiegen. Die Gesamtzahl der Straftaten erhöhte sich um 57 Prozent – von 19.380 im Jahr 2020 auf 30.490 im Jahr 2025. Gewaltdelikte verdoppelten sich im selben Zeitraum sogar mehr als.
Besonders dramatisch stieg die Zahl der Sexualstraftaten: Hier gab es einen Anstieg um 162 Prozent, von 169 Fällen im Jahr 2020 auf 442 im Jahr 2025. Ein Polizeisprecher wies darauf hin, dass eine bessere Anzeigebereitschaft und strengere Kontrollen zu den höheren Zahlen beigetragen haben könnten.
Die Kriminalität erreichte 2023 mit fast 37.500 Straftaten ihren Höhepunkt, geht seitdem jedoch zurück. Der Kölner Hauptbahnhof blieb sowohl 2020 als auch 2025 der am stärksten betroffene Standort. Auf Platz zwei folgte 2025 Dortmund, es folgten Düsseldorf, Essen und auf dem fünften Platz Münster. Auch Gelsenkirchen, Duisburg und Oberhausen zählten zu den acht Bahnhöfen mit den höchsten Kriminalitätsraten.
Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen stieg um 32 Prozent – von 10.560 im Jahr 2020 auf knapp 14.000 im Jahr 2025. Die Polizei nannte zudem ein höheres Fahrgastaufkommen und häufigere Zugverspätungen als mögliche Gründe für den Anstieg der Straftaten.
Die Daten zeigen einen deutlichen Aufwärtstrend der Kriminalität an NRW-Bahnhöfen, auch wenn der Höhepunkt offenbar überschritten ist. Die Behörden verzeichnen mehr Straftaten, haben mehr Tatverdächtige ermittelt und führen den Anstieg auf betriebliche und soziale Faktoren zurück. Die Lage bleibt unter genauer Beobachtung, während sich die Zahlen allmählich stabilisieren.






