Kontrollierte Sprengung in Ibbenbüren: 275-Meter-Schornstein fällt am 22. Februar

Admin User
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Ein abgerissenes Haus mit einigen Soldaten in der Nähe.

Kontrollierte Sprengung in Ibbenbüren: 275-Meter-Schornstein fällt am 22. Februar

Am 22. Februar 2024 steht im Kraftwerk Ibbenbüren die nächste große kontrollierte Sprengung an. Diesmal werden der 275 Meter hohe Schornstein sowie die Entschwefelungs- und Entstickungsanlagen in einer präzise geplanten Detonation zu Boden gehen. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) überträgt das Ereignis live – genau wie bereits die Sprengung des Kühlturms und des Kesselhauses im April 2023.

Die Demontage hatte sich aufgrund von Sicherheitsbedenken mehrfach verzögert. Jens Hofmann von der Abbruchfirma Hagedorn leitet die aktuellen Arbeiten. Sein Team hat Beton aus dem abgerissen Kühlturm wiederverwendet, um eine Aufprallfläche für den stürzenden Schornstein zu schaffen.

Der Schrott aus den Entschwefelungsanlagen wird eingeschmolzen und recycelt. Unklar ist jedoch, wer für den Abtransport des Betons vom ehemaligen Kühlturmstandort zuständig ist, der für die Aufprallzone des Schornsteins genutzt wird. Die gesamten Abrissarbeiten sollen bis Juni 2026 abgeschlossen sein und den Weg für eine Nachnutzung des Geländes ebnen. Nach der Räumung übernimmt der Netzbetreiber Amprion das Areal. Geplant ist der Bau einer Umrichterstation, die Windenergie in Haushaltsstrom umwandelt.

Mit der Sprengung rückt die vollständige Stilllegung des Kraftwerks Ibbenbüren einen Schritt näher. Nach dem Rückbau soll das Gelände für erneuerbare Energien genutzt werden. Amprions Umrichterprojekt wird dazu beitragen, Windstrom in das lokale Netz zu integrieren.

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