Kölner Uni startet Supercomputer RAMSES für Spitzenforschung und KI-Projekte
Henry BraunKölner Uni startet Supercomputer RAMSES für Spitzenforschung und KI-Projekte
Die Universität zu Köln hat einen neuen Hochleistungsrechner (HPC) mit dem Namen RAMSES in Betrieb genommen. Das moderne System löst die veraltete CHEOPS-Infrastruktur ab und soll Spitzenforschung in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen unterstützen. Mit besonderem Fokus auf Sicherheit und Effizienz verspricht der Cluster die computergestützte Arbeit an der Universität zu revolutionieren.
RAMSES umfasst 174 Server mit insgesamt 31.576 CPU-Kernen und 167 Terabyte Arbeitsspeicher. Davon sind 140 Knoten wassergekühlt, um rechenintensive Arbeitslasten bei gleichzeitig geringeren Energiekosten zu bewältigen. Zudem verfügt das System über 10 KI-optimierte Server, die jeweils mit AMD-Prozessoren und vier Nvidia-H100-Grafikprozessoren ausgestattet sind. Hinzu kommen weitere Server mit 32 Nvidia-A30-GPUs, zwei AMD-Instinct-Karten und zwei NEC-Vektorprozessoren.
Für die Speicherung setzt der Cluster auf IBM Spectrum Scale, das 12 Petabyte Festplattenspeicher sowie einen 878-Terabyte-SSD-Cache bereitstellt. Dieses Setup nutzt ein paralleles Dateisystem für schnellen Datenzugriff. Sicherheit hat höchste Priorität: Sämtliche Daten werden während der Verarbeitung verschlüsselt, und der Zugriff ist durch Mehr-Faktor-Authentifizierung geschützt.
RAMSES soll eine Rechenleistung von bis zu 4,8 PetaFLOPS erbringen. Seine Anwendungsbereiche reichen von Genomrekonstruktion und Krebsforschung über Quantenphysik und mathematische Modellierung bis hin zur Astrophysik. Dank des energieeffizienten Designs sinken die Kühlkosten um bis zu 40 Prozent, während die Abwärme zur Beheizung eines neu entstehenden Universitätsgebäudes genutzt wird.
Der neue Cluster erweitert die Forschungsmöglichkeiten der Universität mit seiner KI-Partition und Hochleistungs-Hardware. Durch die Ablösung des veralteten CHEOPS-Systems garantiert RAMSES schnellere, sicherere und nachhaltigere Rechenprozesse für wissenschaftliche Durchbrüche. Seine Inbetriebnahme markiert einen bedeutenden Fortschritt für die Rechenkapazitäten der Universität zu Köln.






