KI revolutioniert die Fehlererkennung bei Leiterplatten in der Elektronikfertigung
Mats HartmannKI revolutioniert die Fehlererkennung bei Leiterplatten in der Elektronikfertigung
Forscher der Bergischen Universität Wuppertal entwickeln ein KI-gestütztes Kamerasystem, das die Fehlererkennung bei Leiterplatten (PCBs) verbessern soll. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Projekt zielt auf ein langjähriges Problem in der Elektronikfertigung ab: irreführende Lichtreflexionen, die bei Inspektionen zu Fehlalarmen führen.
Das neue System erfasst Bilder aus mehreren Perspektiven, um Fehler durch Reflexionen zu minimieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden setzt es auf KI-basierte Algorithmen, die Defekte erkennen, ohne auf Referenzmuster angewiesen zu sein. Dieser Ansatz ermöglicht eine generalisierte Fehleridentifikation und macht den Prozess zuverlässiger.
Die Qualitätskontrollen finden direkt nach dem Verzinnungsprozess statt, noch bevor weitere Bauteile auf den Platten montiert werden. Diese frühe Prüfung verhindert, dass fehlerhafte Leiterplatten in die weitere Produktion gelangen.
Leiter des Projekts ist Professor Stefan Bracke, Inhaber des Lehrstuhls für Zuverlässigkeitstechnik und Risikoanalyse, gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Jannis Pietruschka. Sie arbeiten mit der Pentagal Chemie und Maschinenbau GmbH zusammen, die die mechanischen und mechatronischen Komponenten entwickelt. Pentagal plant zudem, das System in seine Heißluft-Lötstoppmaschinen (HASL) zu integrieren.
Mit einer Förderung von 216.683 Euro über zwei Jahre strebt die Initiative an, sowohl die Effizienz als auch die Nachhaltigkeit in der Elektronikfertigung zu steigern. Das KI-gestützte Prüfsystem könnte Produktionsfehler und Ausschuss in der Leiterplattenherstellung verringern. Durch die Integration der Technologie in bestehende Maschinen will Pentagal die Qualitätskontrolle optimieren. Bei Erfolg des Projekts könnte die Lösung branchenweit übernommen werden.






