31 March 2026, 14:24

Hammer-Möbelkette gerettet – doch Dutzende Filialen müssen schließen

Eine Schwarz-Weiß-Anzeige für ein Möbelgeschäft mit Bildern einer Couch, eines Stuhls und eines Tisches neben beschreibendem Text.

Hammer-Möbelkette gerettet – doch Dutzende Filialen müssen schließen

Kriselnde Möbelkette Hammer an Investorengruppe ReThink verkauft

Die angeschlagene Möbelhandelskette Hammer wurde nach dem Zusammenbruch ihrer Muttergesellschaft, der Brüder Schlau Group, im vergangenen Jahr an die Investorengruppe ReThink verkauft. Durch den Deal bleiben 93 Filialen erhalten – doch Dutzende Standorte werden geschlossen, und es kommt zu erheblichen Arbeitsplatzverlusten in ganz Deutschland.

Die Gruppe, die einst fast 4.000 Mitarbeiter beschäftigte, hatte im Juni 2023 nach mehr als einem Jahrhundert Unternehmensgeschichte Insolvenz angemeldet. Die Brüder Schlau Group war 1921 von Theodor und Wilhelm Schlau in Minden gegründet worden. Was als kleines Familienunternehmen begann, entwickelte sich später zu einem Möbelhandelsimperium. Die ersten Hammer-Filialen eröffneten 1976 in Bremerhaven und Lübbecke, bevor die Kette bundesweit wuchs.

Auf ihrem Höhepunkt betrieb die Gruppe Hammer-Möbelhäuser sowie Schlau-Baumärkte. Doch finanzielle Schwierigkeiten führten im vergangenen Sommer zur Insolvenz. Bis dahin waren bereits rund 100 Filialen geschlossen worden, sodass noch 87 Standorte unter dem restrukturierten Unternehmen weitergeführt wurden.

Nun hat ReThink zugesagt, 93 der verbleibenden Hammer-Filialen zu übernehmen – damit werden etwa 1.200 Arbeitsplätze gerettet. Allerdings müssen rund 70 Hammer-Standorte endgültig schließen, und die Schlau-Großhandelsabteilung wird eingestellt.

Von den ursprünglichen 60 Schlau-Baumärkten könnten bis zu 43 unter neuem Namen weitergeführt werden – welche Standorte genau betroffen sind, steht jedoch noch nicht fest. Die übrigen Filialen müssen schließen, da sich keine Käufer fanden.

Die Insolvenz hat bereits Tausende Arbeitsplätze gekostet, und mit der Abwicklung der Gruppe drohen weitere Verluste. Der Verkauf an ReThink sichert zwar die Zukunft von 93 Hammer-Filialen und etwa 1.200 Mitarbeitern – doch der Zusammenbruch der Brüder Schlau Group führt dennoch zu zahlreichen Schließungen und dem Ende der Marke Schlau.

Die verbleibenden Hammer-Filialen werden unter neuer Führung weiterbetrieben, während das Schicksal der Schlau-Märkte weiter ungewiss bleibt.

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