18 April 2026, 14:21

Grünwasserstoff-Projekt in Australien soll Stahlproduktion revolutionieren

Schwarze und weiße Linienzeichnung einer elektrolytischen Maschine mit zylindrischem Körper, oberem Griff und mehreren angebrachten Metalldrähten.

Grünwasserstoff-Projekt in Australien soll Stahlproduktion revolutionieren

Progressive Green Solutions (PGS) hat Thyssenkrupp Nucera als bevorzugten Lieferanten für ein großes Grünwasserstoff-Projekt in Westaustralien ausgewählt. Das Vorhaben Mid-West Green Iron zielt darauf ab, die CO₂-Emissionen in der Stahlproduktion um bis zu 90 Prozent zu senken. Die Produktion soll 2029 starten – vorausgesetzt, die endgültige Investitionsentscheidung fällt positiv aus.

Für das Projekt kommen Elektrolyseure von Thyssenkrupp Nucera zum Einsatz, mit denen grüner Wasserstoff für die Stahlherstellung erzeugt wird. Die Anlage wird eine Gesamtleistung von 1,4 Gigawatt erreichen und aus standardisierten scalum®-Modulen mit je 20 Megawatt bestehen. Die Elektrolyseure werden mit regionalem Ökostrom betrieben und ersetzen so fossile Brennstoffe im Produktionsprozess.

PGS plant, ab 2029 jährlich 2,5 Millionen Tonnen grünes Heißbrikett-Eisen (HBI) herzustellen. Parallel dazu soll die Produktion von sieben Millionen Tonnen grünen Eisenerz-Pellets pro Jahr anlaufen. Als Rohstoff dient Magnetit-Eisenerz aus regionalem Abbau.

Die Ausfuhr der grünen Eisenprodukte ist für 2029 vorgesehen. Langfristig strebt das Unternehmen eine Steigerung auf 30 Millionen Tonnen grüne Pellets und zehn Millionen Tonnen grünes HBI pro Jahr an. Thyssenkrupp Nucera rechnet jedoch erst ab dem Geschäftsjahr 2026/27 mit spürbaren Auswirkungen auf Umsatz und Ertrag.

Das Projekt befindet sich noch in der frühen Planungsphase. Sein Fortschritt hängt davon ab, ob PGS in den kommenden Jahren die finale Investitionsentscheidung trifft. Bei Genehmigung würde Mid-West Green Iron einen Wandel hin zur klimafreundlichen Stahlproduktion in Australien einläuten. Die ersten Lieferungen grüner Eisenprodukte sind für 2029 geplant, wobei die Produktion im folgenden Jahrzehnt schrittweise hochgefahren werden soll. Das Vorhaben setzt auf Elektrolyseure mit Ökostrom und regional gefördertes Eisenerz, um den CO₂-Ausstoß deutlich zu reduzieren.

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