Grundsteuer-Explosion in NRW: Warum Solinger Hausbesitzer jetzt zittern müssen
Mats HartmannGrundsteuer-Explosion in NRW: Warum Solinger Hausbesitzer jetzt zittern müssen
Grundsteuern in Solingen und ganz Nordrhein-Westfalen steigen drastisch an
Die Grundsteuern in Solingen und in ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) werden stark steigen. Der Anstieg folgt auf die Entscheidung der Landesregierung, die Reform der Grundsteuer den einzelnen Städten zu überlassen. Iris Preuß-Buchholz, SPD-Vorsitzende des Solinger Stadtrats, kritisiert diesen Schritt scharf als Versagen bei der Lösung eines langjährigen Problems.
Die NRW-Landesregierung hat darauf verzichtet, eine einheitliche landesweite Regelung für die Grundsteuer einzuführen. Stattdessen müssen die Städte nun selbst die Bemessungsgrundlagen für Wohn- und Gewerbeimmobilien berechnen. Diese Veränderung belastet die Kommunen stark – sowohl durch zusätzlichen Arbeitsaufwand als auch durch höhere jährliche Kosten.
Preuß-Buchholz bezeichnet die Situation als ein „massives regionales Problem“, das seit zwei Jahren ungelöst bleibe. Sie wirft dem Land vor, „alle Verantwortung und Kosten auf die Städte abzuwälzen“. Die Reform werde zu deutlichen Steuererhöhungen für Hausbesitzer und Mieter in Solingen und anderen NRW-Kommunen führen.
Gleichzeitig wird die Steuerlast für Gewerbeimmobilien halbiert. Diese Senkung wird jedoch für viele Mieter zu einer Verdopplung der Belastung führen. Preuß-Buchholz warnt, dass auf die Städte in der Region nun die nächste finanzielle „Katastrophe“ zukomme.
Die neuen Regelungen zwingen die Kommunen, komplexe Berechnungen in Eigenregie durchzuführen. Während Hausbesitzer und Mieter höhere Abgaben zahlen müssen, profitieren Unternehmen von Steuersenkungen. Preuß-Buchholz betont, dass die Untätigkeit des Landes die Städte mit den Folgen allein lasse.






