05 June 2026, 11:43

Großrazzia in Grevenbroich zerschlägt Netzwerk mit gefälschten EU-Papieren und illegaler Beschäftigung

HZA-KR: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach und der Hauptzollstelle Krefeld: Razzia in Arbeiterunterkünften deckt Mitarbeiter mit falscher Identität auf

Großrazzia in Grevenbroich zerschlägt Netzwerk mit gefälschten EU-Papieren und illegaler Beschäftigung

Großrazzia in Grevenbroich deckt Netzwerk illegal beschäftigter Arbeiter mit gefälschten EU-Identitäten auf

Bei einer großangelegten Razzia in Grevenbroich ist ein Netzwerk illegal beschäftigter Arbeiter aufgedeckt worden, die sich mit gefälschten EU-Papieren ausgaben. Am 9. Oktober 2024 nahmen die Behörden elf Männer fest, die verdächtigt werden, ohne Genehmigung in einem Industrieunternehmen gearbeitet zu haben. An der Aktion waren 85 Beamte verschiedener Behörden beteiligt, die gegen gefälschte Dokumente und nicht angemeldete Beschäftigungsverhältnisse ermittelten.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zollamts Krefeld leitete die Operation im Auftrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach. Die Beamten durchsuchten eine Arbeiterunterkunft in Grevenbroich, wo sie die Verdächtigen festnahmen.

Die festgenommenen Männer, überwiegend aus der Kaukasusregion, sollen mit gefälschten Ausweispapieren als EU-Bürger aufgetreten sein. Neun der elf Festgenommenen müssen sich nun zusätzlich wegen Urkundenfälschung verantworten. Den Ermittlern zufolge hatten sie sich unter falschen Angaben Jobs in einem Industriebetrieb verschafft.

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Alle elf Männer wurden vorläufig in Gewahrsam genommen und später an die Ausländerbehörde des Rhein-Kreises Neuss übergeben. Gegen sie wurden Strafverfahren wegen illegalen Aufenthalts eingeleitet. Während der Razzia nahm die Polizei zudem eine weitere Person fest, die wegen separater aufenthaltsrechtlicher Verstöße gesucht wurde.

Das Zollamt Krefeld in Mönchengladbach ermittelt weiter und prüft, wie die Männer an die gefälschten Dokumente gelangt sind und sich eine Beschäftigung sicherten. Die Aktion hat ein mutmaßliches System aus illegaler Beschäftigung und Identitätsbetrug zerschlagen. Die Behörden untersuchen nun das größere Netzwerk hinter den Fälschungen. Weitere rechtliche Schritte hängen von den laufenden Ermittlungen und den gesammelten Beweisen ab.

Quelle