Großrazzia im NRW-Baugewerbe: Illegale Beschäftigung und Lohnbetrug aufgedeckt
Henry BraunGroßrazzia im NRW-Baugewerbe: Illegale Beschäftigung und Lohnbetrug aufgedeckt
Zollbeamte haben in Nordrhein-Westfalen groß angelegte Kontrollen im Baugewerbe durchgeführt, die sich über vier Kreise erstreckten. Mehr als 110 Beamte überprüften dabei fast 280 Beschäftigte und deckten zahlreiche Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsrecht auf. Die Aktion hat mittlerweile zu strafrechtlichen Ermittlungen geführt.
Die Kontrollen fanden in den Städten und Kreisen Köln, Rhein-Sieg, Leverkusen und Rheinisch-Bergisch statt. Allein in Köln wurden 123 Arbeitnehmer von 51 verschiedenen Arbeitgebern überprüft. Weitere 75 Beschäftigte aus 11 Unternehmen standen in Leverkusen unter der Lupe.
Im Rhein-Sieg-Kreis kontrollierten die Beamten 39 Mitarbeiter, die für 15 Arbeitgeber tätig waren. Im Rheinisch-Bergischen Kreis wurden hingegen 42 Beschäftigte aus 11 Betrieben geprüft. Bei diesen Überprüfungen stellte sich heraus, dass elf Männer ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis beschäftigt waren.
Zudem kamen bei der Aktion finanzielle Unregelmäßigkeiten ans Licht: Drei Unternehmen stehen im Verdacht, den gesetzlichen Mindestlohn nicht gezahlt zu haben. Darüber hinaus wurden fünf Fälle von Sozialbetrug aufgedeckt sowie fünf Fälle, in denen Sozialabgaben nicht abgeführt wurden. Gegen die elf undokumentierten Arbeitnehmer und ihre Arbeitgeber wurden nun strafrechtliche Verfahren eingeleitet.
Die Ergebnisse haben rechtliche Schritte gegen sowohl Beschäftigte als auch betroffene Unternehmen zur Folge. Die Behörden werden die Verdachtsfälle auf Lohnverstöße, Sozialbetrug und nicht abgeführte Sozialversicherungsbeiträge weiter untersuchen. Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörden, die Einhaltung der Vorschriften in der regionalen Baubranche durchzusetzen.






