24 June 2026, 04:13

Grönemeyer erhält Nationalpreis und kritisiert mangelnde politische Kommunikation

Fußball-Vergleich: Herbert Grönemeyer kritisiert Politik für ihre Sprachlosigkeit

Grönemeyer erhält Nationalpreis und kritisiert mangelnde politische Kommunikation

Der Sänger Herbert Grönemeyer ist mit dem Nationalpreis für sein gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet worden. Der 70-jährige Künstler nutzte die Gelegenheit, um Politiker für ihre mangelnde Kommunikation mit der Bevölkerung in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu kritisieren.

Grönemeyer bemängelte insbesondere das fehlende Dialogangebot von Führungspersönlichkeiten wie Bundeskanzlerin Merkel und Bundeskanzler Scholz. Er verwies auf deren Schweigen zu zentralen Themen, bei denen Begriffe wie die Zeitenwende allenfalls am Rande fielen.

In seiner Dankesrede forderte er mehr bürgerliches Engagement. Die Gesellschaft dürfe sich nicht auf väterliche oder mütterliche Autoritäten wie eine Mutti oder einen Vati verlassen, sondern müsse selbst Initiative ergreifen. Dabei zog er einen Vergleich zum Fußball, wo Mannschaftsgeist auf dem Platz die notwendige Zusammenarbeit in der Politik widerspiegle.

Der Musiker lehnte eine Zukunftsangst ab und betonte die Eigenverantwortung gegenüber kommenden Generationen. Er rief zu Optimismus auf und erinnerte an Momente der Einheit, etwa die deutsche Reaktion auf die Flüchtlingskrise 2015. Der Nationalpreis, der jährlich für Verdienste um die demokratische Gesellschaft verliehen wird, ist mit 50.000 Euro dotiert.

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Grönemeyers Auszeichnung ist mit einem Appell für einen Wandel in der politischen Kommunikation verbunden. Sein Plädoyer für gesellschaftliches Handeln und Zuversicht steht im Einklang mit dem Anliegen des Preises, die Demokratie zu stärken. Die Ehrung unterstreicht sein langjähriges Engagement für soziale Belange.

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