Fritz Langs Weimarer Filme: Wie sie die Demokratie-Krise vorwegnahmen
Henry BraunFritz Langs Weimarer Filme: Wie sie die Demokratie-Krise vorwegnahmen
Kostenloser Vortrag zu Fritz Langs Filmen aus der Weimarer Zeit
Am Donnerstag, dem 26. März, findet um 19 Uhr im Volkshochschulzentrum Essen ein öffentlicher Vortrag über die Filme Fritz Langs aus der Weimarer Republik statt. Die Veranstaltung, die an den 50. Todestag des Regisseurs erinnert, beleuchtet, wie seine Werke die politischen Spannungen ihrer Zeit widerspiegelten.
Der Dortmunder Historiker und Soziologe Torsten Reters wird durch den Abend führen. Begleitet wird der Vortrag von Ausschnitten aus Langs prägendsten Werken. Der Veranstaltungsort liegt in der Nähe des Burgplatzes.
Fritz Langs Filme der 1920er- und frühen 1930er-Jahre gelten seit Langem als frühe Warnsignale vor der Zerbrechlichkeit der Demokratie. Der Filmkritiker Siegfried Kracauer argumentierte, dass Werke wie "Dr. Mabuse, der Spieler" und "Metropolis" die Sehnsucht der Gesellschaft nach Ordnung und starker Führung offenbarten – Tendenzen, die später den Autoritarismus begünstigten.
"M – Eine Stadt sucht einen Mörder" (1931) wurde zum Meilenstein des psychologischen Thrillers und zeigte, wie Angst und Korruption eine Gesellschaft destabilisieren können. Die "Dr. Mabuse"-Reihe wiederum analysierte Machtstrukturen, moralischen Verfall und die Faszination für charismatische Figuren in der aufkommenden NS-Zeit.
Reters wird diese Themen vertiefen und aufzeigen, wie Langs Filme die Ängste einer Epoche einfingen. Der Vortrag knüpft an aktuelle Debatten über die Rolle der Kunst an, politische Umbrüche vorwegzunehmen.
Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, Langs Erbe aus historischer Perspektive zu betrachten und zu verstehen, wie seine Filme die gesellschaftlichen Kräfte spiegelten, die Deutschlands turbulenten Wandel prägten.
Der Eintritt ist frei, und die zentrale Lage der VHS Essen nahe dem Burgplatz sorgt für eine gute Erreichbarkeit.






