Freie Wähler NRW fordern radikale Reform der Erzieherausbildung durch Praxisbezug
Mats HartmannFreie Wähler NRW fordern radikale Reform der Erzieherausbildung durch Praxisbezug
Die Freien Wähler Nordrhein-Westfalen (FREIE WÄHLER NRW) haben umfassende Reformen für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern vorgeschlagen. Ihr Ziel ist es, den Schwerpunkt von theorielastigen schulischen Programmen hin zu praxisnahen, berufsintegrierten Ausbildungsmodellen zu verlagern.
Die Partei fordert die Abschaffung der klassischen, theoriebasierten Ausbildung für sozialpädagogische Fachkräfte und staatlich anerkannte Erzieher:innen. Stattdessen schlagen sie eine bundesweite Ausweitung der praxisintegrierten Ausbildung vor, die es Auszubildenden ermöglicht, bereits während des Studiums praktische Berufserfahrung zu sammeln.
Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, verlangt die Partei eine deutliche Erhöhung der Ausbildungsplätze an öffentlichen und privaten Fachschulen für Sozialpädagogik. Zudem soll der Abschluss in frühkindlicher Bildung verpflichtend als vergütetes duales Studium angeboten werden – eine Kombination aus akademischer Lehre und betrieblicher Praxis, die den Studierenden gleichzeitig finanzielle Sicherheit bietet.
Weitere Maßnahmen umfassen eine verbindliche Mindestausbildungsquote von 25 Prozent für Kindertageseinrichtungen, gekoppelt an qualifizierte Personalstandards. Die Partei betont zudem die Notwendigkeit leistungsorientierter Bezahlung, um die Berufsausbildung attraktiver zu gestalten. Auch die Senkung der Betreuungsschlüssel auf wissenschaftlich empfohlene Werte gehört zu den zentralen Forderungen.
Sollten diese Reformen umgesetzt werden, würde dies die frühkindliche Bildung in Nordrhein-Westfalen grundlegend verändern. Mehr Praxisbezug, bessere Bezahlung und optimierte Personalschlüssel könnten langjährige Probleme im Bereich lösen. Gleichzeitig zielen die Vorschläge darauf ab, die Qualität der Betreuung und Bildung für Kinder nachhaltig zu verbessern.
