Empörung über plötzliche Krankenhaus-Schließungen in NRW bis Januar 2024
Marie SimonEmpörung über plötzliche Krankenhaus-Schließungen in NRW bis Januar 2024
Empörung löst die überraschende Schließung von drei Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen aus. Die St.-Lukas-Klinik in Ohligs sowie Einrichtungen in Haan und Hilden werden bis Ende Januar 2024 geschlossen. Die beiden Vorstandsvorsitzenden Manfred Ackermann und Sabine Vischer-Kippenhahn haben die Entscheidung scharf kritisiert und sie als verantwortungslos und schlecht geplant bezeichnet.
Das Personal der St.-Lukas-Klinik hatte ursprünglich damit gerechnet, nach ersten Umstrukturierungsplänen nach Haan oder Hilden wechseln zu können. Nun stehen alle drei Standorte innerhalb weniger Monate vor der kompletten Schließung. Ackermann bezeichnete die Behandlung der Mitarbeiter als „absolut verantwortungslos“ – sie stünden kurz vor Weihnachten ohne Arbeit da.
Vischer-Kippenhahn fragte, wie die Beschäftigten in der Region so kurzfristig neue Stellen finden sollten. Sie kritisierte, dass die Reaktion des Landes sowohl die Angestellten als auch die ansässige Bevölkerung im Stich lasse. Die beiden Vorstandsvorsitzenden verurteilten die „schleichende Zerschlagung“ der Gesundheitsversorgung und monierten, dass weder vom Betreiber noch von der Politik eine klare Strategie erkennbar sei.
Ackermann forderte zudem Garantien für die Patientenversorgung. Er betonte, dass die wegfallenden Leistungen durch zuverlässige medizinische Angebote ersetzt werden müssten, und warnte, dass das Gesundheitssystem der Region nun massiv unter Druck gerate.
Die Schließungen treten bis Januar 2024 in Kraft und führen zu Entlassungen sowie einer Verschlechterung der lokalen medizinischen Versorgung. Mitarbeiter und Anwohner haben kaum Zeit, sich anzupassen. Bisher haben die Verantwortlichen weder einen konkreten Plan für alternative Gesundheitsdienste noch Unterstützung bei der Jobvermittlung vorgelegt.






